{"id":579,"date":"2017-09-16T13:57:00","date_gmt":"2017-09-16T13:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=579"},"modified":"2017-09-16T13:57:00","modified_gmt":"2017-09-16T13:57:00","slug":"geht-gedankenfreiheit-in-yogauebungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=579","title":{"rendered":"Geht Gedankenfreiheit in Yoga\u00fcbungen?"},"content":{"rendered":"<p>Immer, wenn wir uns in einer Yogahaltung bewegen oder verharren, wird das Problem erkennbar, wie wir mit der zu verweilenden Zeit umgehen k\u00f6nnen. Wie jedes nahezu System ist auch unser Geist mit einer installierten oder gehaltenen Unbeweglichkeit massiv \u00fcberfordert und wird, die Zeit nutzend, in Gedankengeb\u00e4ude hineinfallen. Diese Tatsache ist verst\u00e4ndlich, erkl\u00e4rbar und auch vollkommen normal, und daher sollten wir uns als \u00dcbende auch dar\u00fcber bewusst sein, das dieses so geschieht. Wenn wir zus\u00e4tzlich zum Yoga auch Meditation praktizieren, wissen wir weiterhin, dass in optimaler Weise ein Zustand anzustreben ist, den man grob beschrieben als Gedankenfrei bezeichnen kann. In der Gedankenfreiheit aber, und das wird mit zunehmender Sicherheit zum Problem, ver\u00e4ndert sich die Wahrnehmung der Zeit.\u00a0 Das Problem entsteht dadurch, dass wir, solange die Gedankenfreiheit andauert, kein Zeitempfinden\u00a0 haben, nur die Zeit der Gedanken registrieren und somit h\u00e4ufig zu kurz oder zu lang in der \u00dcbung verweilen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>Exkurs:<\/strong> Eine Yoga\u00fcbung wirkt immer erst durch die Intensit\u00e4t und die Dauer des Impulses, den ich in den K\u00f6rper hineingebe. Wie vielfach schon beschrieben wirkt dieser Impuls in dem Grenzbereich meiner K\u00f6rperwahrnehmung, der zwischen dem Alltagsgef\u00fchl und einem beginnenden Schmerz liegt. Ich nenne diesen Zwischenbereich Tonus. Man sp\u00fcrt die \u00d6ffnung, sp\u00fcrt die notwendige Kraft, sp\u00fcrt die ben\u00f6tigte Energie, aber diese Wahrnehmung darf noch nicht Schmerz sein. Dass wir dann sozusagen im Grenzbereich unserer Dehnung arbeiten, erkl\u00e4rt auch die hohe Beweglichkeit, die durch Yoga und seine \u00dcbungen nach und nach ausgebaut wird. Dehnung ist nach neuer sportphysiologischer Forschung nicht allein die Dehnungsf\u00e4higkeit einer Muskelfaser, sondern mehr die Aufnahmef\u00e4higkeit und Tragf\u00e4higkeit einer Spannung, die ein Muskelfaserb\u00fcndel zu tragen geneigt ist. Diese wird durch die Setzung von regelm\u00e4\u00dfigen Impulsen, die nichts anderes sind als das Zeigen eines Wunsches, gesteigert oder durch einen Mangel an Inanspruchnahme verringert werden. Daher ist regelm\u00e4\u00dfiges Ausdehnen sowohl\u00a0 vor als auch nach Belastung so wichtig.<\/p>\n<p>Da ich einerseits meditiere, danach aber auch Yoga\u00fcbungen praktiziere und diese T\u00e4tigkeiten als Arbeitnehmer durch Zeitmangel stets eng zusammenliegen m\u00fcssen, komme ich in einer Yogahaltung regelm\u00e4\u00dfig in Phasen (Sekunden) der Gedankenfreiheit. Das zeigt sich so, dass an manchen Tagen die 90 Sekunden Kopfstand wie im Flug vergehen, w\u00e4hrend sich die gleiche Zeit an anderen Tagen sich wie das Warten auf einen Termin anf\u00fchlt. Ich bin daher dazu \u00fcbergegangen,\u00a0 mittels einer Meditationsuhr die \u00dcbungszeit f\u00fcr jede Haltung festzulegen. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch die \u00dcbungsabfolge zu planen, entsprechend vorzubereiten und regelm\u00e4\u00dfig die Zeiten anzupassen. Alternativ dazu k\u00f6nnte man in einem Minutenabstand gongen lassen und so die Zeitvorgaben halten. Wichtig ist auf jeden Fall, eine angemessene Zeit in der \u00dcbung zu sein. Der \u00dcbende ben\u00f6tigt etwas Zeit um sich einzurichten, der K\u00f6rper ben\u00f6tigt weitere Zeit, um die Wirkung zu entfalten und den Impuls als Forderung aufzunehmen.<\/p>\n<p>Meiner Erfahrung nach gen\u00fcgen f\u00fcr klassische \u00dcbungen in der Summe ein bis zwei Minuten, um das volle Potential einer \u00dcbung zu entfalten, wobei einige Sekunden der Einrichtung geschuldet werden m\u00fcssen, bevor die eigentliche \u00dcbungszeit beginnt. In dieser versuche ich stets, nahezu still in der Beobachtung der \u00dcbung zu sein. Stille bedeutet weder ruckeln, noch korrigieren, noch geistig oder gedanklich irgendwelchen Tr\u00e4umen oder Gedankengeb\u00e4uden nachzuh\u00e4ngen. Ganz in der \u00dcbung sein, nur \u00dcbung sein, ganz in der Wahrnehmung und nach M\u00f6glichkeit vollkommen in der Stille der Gedankenfreiheit verhalten sich Yoga\u00fcbungen zum K\u00f6rper wie die Musik zum Tanz. Sie befl\u00fcgeln und erg\u00e4nzen sich zu einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen. Ich w\u00fcrde aus meiner Erfahrung heraus diesen optimalen Zustand als \u201eschweben\u201c bezeichnen, ohne Last und M\u00fche und trotz Arbeit ruhend in sich selbst.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F579&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F579&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D579&text=Geht%20Gedankenfreiheit%20in%20Yoga%C3%BCbungen%3F\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D579\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer, wenn wir uns in einer Yogahaltung bewegen oder verharren, wird das Problem erkennbar, wie wir mit der zu verweilenden Zeit umgehen k\u00f6nnen. 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