{"id":741,"date":"2019-07-20T10:41:34","date_gmt":"2019-07-20T10:41:34","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=741"},"modified":"2019-07-20T10:41:37","modified_gmt":"2019-07-20T10:41:37","slug":"aufgeben-ist-die-loesung-ueber-leiden-und-wandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=741","title":{"rendered":"Aufgeben ist die L\u00f6sung \u2013 \u00fcber Leiden und Wandlung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Worte begegnen\nuns immer wieder, wenn wir zur Meditation oder zum Yoga gehen, und\ndie sind \u201eloslassen\u201c und \u201eAufgabe\u201c. Nun sind diese so leicht\n\u00fcber die Lippen zu bringen, und sie werden daher auch recht oft in\nUnterricht und \u00dcbungsstunde verwendet, aber in der Praxis f\u00fcr den\nH\u00f6rer, den Teilnehmer sind sie sehr schwer umzusetzten. \n<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beginnen wir mit dem\nWort \u201eAufgabe\u201c. In unserem Alltagsverst\u00e4ndnis ist eine Aufgabe\nmeist eine T\u00e4tigkeit, die von einer Person an eine andere Person\naufgegeben wird. Dieser Empf\u00e4nger hat dann den Auftrag, sich dieser\nAufgabe anzunehmen, sich k\u00f6rperlich, geistig und mit dem Einsatz von\nZeit einzusetzen, um diese Aufgabe zu l\u00f6sen, ein Ergebnis zu\nschaffen, das den Auftraggeber zufriedenstellt. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun kommt das Wort\n\u201eAufgabe\u201c ja urspr\u00fcnglich von dem starken Verb \u201eaufgeben\u201c,\nwas in der Alltagssprache ja bedeutet, das ich ein Ziel nicht zu\nerreichen vermag und dann \u201eaufgebe\u201c, also die Flinte ins Korn\nwerfe oder akzeptieren muss, versagt zu haben. Unsere Vorstellung\nheute von \u201eAufgabe\u201c hat genau betrachtet und unserer Logik\nfolgend eigentlich mit der urspr\u00fcnglichen Bedeutung nicht nur nichts\nmehr zu tun, sondern hat sich sogar ins Gegenteil verkehrt. Das ist\nschade, denn die urspr\u00fcngliche Bedeutung \u201eaufgeben\u201c erm\u00f6glicht\nes, einen interessanten Aspekt einer Aufgabenstellung zu betrachten.\nWenn wir n\u00e4mlich eine Aufgabe bekommen oder annehmen, geben wir in\nWirklichkeit doch auch immer sehr viel auf. Zun\u00e4chst einmal geben\nwir auf, Widerstand gegen eine T\u00e4tigkeit zu hegen, die vielleicht\ngar nicht von uns gew\u00fcnscht oder angestrebt wird. Dann geben wir\nauf, die zu investierende Zeit f\u00fcr andere Dinge verwenden zu k\u00f6nnen.\nWir geben damit ein Teil unserer Selbstbestimmung, die uns frei\nbestimmen lie\u00dfe, was wir wann und warum tun, ab. Und weiterhin nimmt\neine \u201eAufgabe\u201c ja gro\u00dfen Raum ein in unserem Denken, denn eine\nnicht gel\u00f6ste Aufgabe besch\u00e4ftigt unseren Geist oftmals in einer\nWeise, die wir nicht mehr kontrollieren k\u00f6nnen, von dem wir uns\nnicht so schnell zu l\u00f6sen verm\u00f6gen. Sie nimmt sehr viel Raum ein\nund l\u00e4\u00dft daher andere Dinge nicht mehr im Vordergrund erscheinen,\ndie uns vielleicht auch wichtig sind oder die uns wichtig sein\nsollten. Auch diese Angelegenheiten werden dann als aufgegeben\nerlebt. Sie sind im Alltag f\u00fcr eine bestimmte Zeit nicht mehr\npr\u00e4sent.<br>\nEine weitere Beobachtung zu Aufgaben sticht direkt ins\nAuge, denn das Ziel ist ja dabei, eine gestellte Aufgabe zu l\u00f6sen. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eL\u00f6sen <sup class='footnote'><a href='#fn-741-1' id='fnref-741-1' onclick='return fdfootnote_show(741)'>1<\/a><\/sup>\u201c\nbedeutet in der Alltagssprache immer, etwas von einem festen Zustand\nin eine Bewegung zu bringen. So l\u00f6sen sich Essensreste bei Sp\u00fclen\nvon einem Teller ab, so l\u00f6st sich der Knoten der W\u00e4scheleine, wobei\ndiese ihre N\u00fctzlichkeit verliert oder die Befestigung eines Bildes\nl\u00f6st sich, wobei dieses in Bewegung ger\u00e4t und an einem anderen Ort\naufgefunden wird. \u201eL\u00f6sen\u201c oder loslassen bedeutet immer, das\netwas von einem festen Zustand in einen bewegten Zustand gelangen\nkann oder soll. Wenn wir also eine Aufgabe erledigen, bringen wir\nimmer etwas in Bewegung, wir ver\u00e4ndern etwas, verwandeln es. \n<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten wir das\njetzt Angesprochene einmal aus einer anderen Perspektive. In der\nRegel sind die Aufgaben eines Besch\u00e4ftigten, also eines arbeitenden\nMenschen durch das Unternehmen vorgegeben. Sp\u00e4testens unser\nVorgesetzter wird uns dort auf der Arbeit mit Aufgaben betrauen. Das\nbedeutet, das in der Zeit der Aufgabe keine anderen Dinge erledigen\nk\u00f6nnen, uns von einer Selbstbestimmung in dieser Zeit komplett l\u00f6sen\nm\u00fcssen. Weiterhin haben wir geistig oder mental vollkommen\nabsorbiert zu sein von unserer neuen und nicht selbstbestimmten\nBesch\u00e4ftigung. Und dann muss ja auch noch den nat\u00fcrlichen\nWiderstand aufgegeben werden, den unser Drang nach Freiheit immer\nwieder zeitigt. Das ist besonders schwer, wenn die lachende Sonne\ndrau\u00dfen uns st\u00e4ndig daran erinnert, wie sch\u00f6n es gerade jetzt\nw\u00e4re, mit Freunden an einem See zu liegen und ab und zu ins k\u00fchle\nNa\u00df zu springen oder etwas in dieser Art. Oft allerdings sind ja\nnicht nur die W\u00fcnsche nach den Freuden des Lebens aufzugeben,\nsondern zu Hause warten zus\u00e4tzlich noch unerledigte Aufgaben, die\ndie Konzentration auf die betriebliche Aufgabe st\u00e4ndig st\u00f6ren. Ein\nTeufelskreis bildet sich, f\u00fcr den es keine Rettung zu geben scheint?\nDie Konzentration auf die Arbeit wird durch das unerledigte Private\ngest\u00f6rt, privates wird durch die unerledigte Aufgabe auf der Arbeit\ngest\u00f6rt. Widerst\u00e4nde konnten nicht gel\u00f6st werden und nichts ist in\nBewegung gekommen. Alles in allem ein vollkommen unbefriedigendes\nErgebnis ist entstanden. Das ist heute mehr und mehr unsere\nAlltagskonfiguration.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann aus dieser\nMisere ein Ausweg gefunden werden. Wie kann der Einzelne, der ja die\nUmgebeung seiner selbst nicht w\u00e4hlen konnte, der die Umst\u00e4nde\nseines Lebens einfach so bekommen hat, wie sie eben sind und der die\nZeiten der Fremdbestimmung (Arbeit) in Kauf nehmen muss, um seinen\nK\u00fchlschrank zu f\u00fcllen und ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben, sich\naus dieser Lage befreien? Wir k\u00f6nnen weder die Gesellschaft an sich\nver\u00e4ndern noch die Umst\u00e4nde, in denen wir zu leben haben. <br>\n<br>\n\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich haben wir\neine so gro\u00dfe Auswahl f\u00fcr L\u00f6sungen ja nicht, denn wenn unsere\nUmgebung uns gestaltungstechnisch unver\u00e4nderbar erscheint, bleiben\nnur wir selbst \u00fcbrig, an dem wir Ver\u00e4nderungen vornehmen k\u00f6nnten.\nWie k\u00f6nnten diese aussehen? Das ist die alles entscheidende Frage,\nderen endg\u00fcltige Beantwortung die Menschheit in einen gl\u00fccklichen\nVerein verwandeln w\u00fcrde. Leider sind Antworten aber nicht allgemein\ng\u00fcltig zu bekommen. Viele Antworten wurden schon versucht und nur\nganz wenige scheinen eine wirkliche L\u00f6sung anzubieten. Im Grunde\ngenommen muss folglich jeder, der nach einer L\u00f6sung strebt, diese\nletztlich f\u00fcr sich selbst schaffen und sich entsprechend wandeln,\ndas hei\u00dft diese Wandlung auch konsequent umsetzten, besser sogar:\ndiese konsequent mit Leben f\u00fcllen. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In zwei gro\u00dfen\nTraditionen sind die Wandlungen und die Ver\u00e4nderungen, die zu einer\nL\u00f6sung des oben beschriebenen Problems notwendig sind, ausf\u00fchrlich\nbeschrieben: Buddhismus und Taoismus. Beide Traditionen sagen aus,\ndas das Problem nicht wirklich gel\u00f6st zu werden braucht, sondern das\nunser Sichtweise, unser Einstellung und unsere Gewohnheiten das\neigentliche Problem darstellen. Nicht die Umst\u00e4nde sind es, nicht\ndie Gesellschaft ist es, nicht die Machtstrukturen sind es, die\nLeiden verursachen, sondern es sind unsere Perspektiven auf diese\nProblemstellungen, die die Fiasken ausl\u00f6sen. Wie kann das im\nEinzelnen genau beschrieben werden? Was kann ich tun? Was kann ich\n\u00e4ndern? Was kann ich bewirken, um einer L\u00f6sung n\u00e4herzukommen? Wie\ngeschieht Wandlung? Das sind die Fragen, die es jetzt zu beantworten\ngilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuvor jedoch sind\neinige Feststellungen niederzulegen, die den Status eines Faktums\nhaben die die zumindest f\u00fcr den normalen Menschen nicht \u00e4nderbar\nsind und die daher angenommen, respektiert werden und stehen bleiben\nm\u00fcssen. Sie stehen also nicht in Frage.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Taten oder\nHandlungen, die gestern geschehen sind, sind geschehen und sind heute\nWirklichkeit. Kein Zedern, kein sich \u00e4rgern noch sich etwas\nvorwerfen oder sonst ein Gedanke oder eine Handlung k\u00f6nnen das\nungeschehen machen. Sie wandeln die Wirklichkeit und es erfolgen\nKonsequenzen, die getragen werden m\u00fcssen. Beispiel: Letzte Woche\nwurde ich mal wieder geblitzt. Das hat zur Folge, das ich einen Brief\nbekommen werde und eine bestimmte Summe an Strafe zu \u00fcberweisen\nhabe. Mich heute dar\u00fcber zu \u00e4rgern macht keinen Sinn. Ich kann mir\nlediglich der Folge bewusst sein und mir zu merken versuchen, wo\ndieser Apparat stand, um nicht ein weiteres Mal hineinzurauschen. Das\nwar es. Mehr ist nicht: Zu schnell gefahren, bezahlt, gedanklich\nnotiert, fertig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Mensch mit\nAusnahme von Kindern <sup class='footnote'><a href='#fn-741-2' id='fnref-741-2' onclick='return fdfootnote_show(741)'>2<\/a><\/sup> sind f\u00fcr ihre Handlungen und deren\nFolgeerscheinungen selbst verantwortlich. F\u00fcr sie oder mit ihnen\nVerantwortung zu \u00fcbernehmen, sich f\u00fcr sie schuldig zu f\u00fchlen und\ndergleichen sind Unsinn. Das gleiche gilt f\u00fcr Eltern und andere\nVerwandte. Das heisst nicht, das ich nicht helfen kann, wo Hilfe\nerforderlich ist. Das hei\u00dft auch, das ich jederzeit mit Rat und Tat\nzu agieren bereit bin, wenn es angemessen erscheint. Das hei\u00dft\nweiter, das ich Mitgef\u00fchl empfinde, daher Trost spende und Anteil\nnehme, sofern eine Situation dies anzeigt. Mitleid, vor allem aber\nandauerndes Mitleid, ist meiner Meinung nach nicht halbes, sondern\ndoppeltes Leid und daher Unsinn. Es sollte aufgegeben werden. Jede\nIdentifikation, die \u00fcber ein Zeitigen <sup class='footnote'><a href='#fn-741-3' id='fnref-741-3' onclick='return fdfootnote_show(741)'>3<\/a><\/sup> hinausgeht oder mit\nanderen Worten eine unangemessene Dauer bekommt, aber mit mir als\nPerson nichts zu tun hat, ist zu meiden. Meiden deshalb, weil in in\neiner Gesellschaftszugeh\u00f6rigkeit durchaus auch mal Konventionen\nerf\u00fcllt werden m\u00fcssen. Wir sollten aber nie unter ihnen auch noch\nleiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allein die Erf\u00fcllung\nder beiden letztgenannten Motive (gestern ist vorbei, jeder ist nur\nf\u00fcr sich zust\u00e4ndig) sollte das Entstehen-K\u00f6nnen von Leid schon\nwesentlich d\u00e4mpfen. Der Rest entsteht einerseits durch das Begehren\nund den bei dessen Nichterf\u00fcllung auftretenden Abwehrreaktionen\n(Neid, Hass) und andererseits durch Unwissenheit (Dummheit,\nVerblendung, Verstrickung, mangelnder \u00dcberblick, falsche\nPerspektive, um nur einiges konkret zu nennen.) Daher sollte sich\njeder einmal die Frage gestellt haben, ob denn die Erf\u00fcllung eines\nBegehrens, wenn es erkannt wurde, w\u00fcnschenswert ist. Ich stelle mir\nalso vor, ich haben alles bekommen, was ich begehre. Nichts ist mehr\noffen. Was ist dann? Beantworte ich diese Frage ehrlich und ohne\nScheu, werde ich sehen, das sich vieles sich schon hier wieder\nerledigt hat. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann ist zu\nbemerken, das man im Alltagsleben nicht ununterbrochen miteinem\nProblemstellung besch\u00e4ftigt sein kann. Daher w\u00e4re es notwendig, zu\nlernen, ein Gedankengeb\u00e4ude, was ein Problem oder eine Aufgabe ja\nletztlich darstellt, ohne Abschluss ruhen lassen zu k\u00f6nnen. Sie\nwerden sozusagen  in den Hintergrund gestellt, bleiben dort zwar\npr\u00e4sent, aber ben\u00f6tigen nur wenig Kraft und Aufmerksamkeit. Das ist\netwas anderes als Verdr\u00e4ngung, was \u00fcblicherweise in\nStressituationen die bevorzugte Handlungsweise darstellt. Es ist hier\nmehr ein zur\u00fcckstellen, ein ruhen lassen. Diese Form der L\u00f6sung\nlernt man in der Meditation. Weder Ausdruck noch eine Verfolgung von\nGedankengeb\u00e4uden werden in der Meditation zugelassen. Das wird\nzun\u00e4chst erreicht durch den Einsatz von Konzentrationsmitteln wie\nAtembetrachtung. In der \u00dcbung fortschreitend wird mehr und mehr dann\ndie Stille zum Meditationsobjekt, in der keine Gedankengeb\u00e4ude mehr\npr\u00e4sent sind. Das hier gelernte kann dann in den Alltagsablauf\n\u00fcbertragen werden. \n<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unwissenheit ist\nmenschlich. Sie taucht auf und ich bemerke, das ich nicht wei\u00df.\nTaucht aber die gleiche Frage ein zweites Mal Tage sp\u00e4ter erneut\nauf, habe ich <strong>die<\/strong>\nerste Zeitigung nicht ausreichend beantwortet. Das ist dann nicht\nmehr unwissend sein, sondern nachl\u00e4ssig sein. Hier muss man an die\neigene Nase sich fassen und endlich in Bewegung kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Fehler zu\nmachen ist menschlich. Aber Fehler mehrmals zu wiederholen ist nicht\nmit der gleichen Erkl\u00e4rung abgetan. Ein bemerkter Fehler, wenn ich\nihn unmittelbar als Aufgabe sehe, diese l\u00f6se und damit aufgebe,\nf\u00fchrt zu Einsicht, f\u00fchrt zu Wissen, f\u00fchrt zu Erfahrung,.\nWiederhole ich Fehler, war ich ebenfalls nachl\u00e4ssig. Und\nNachl\u00e4ssigkeit, so bemerken wir jetzt, f\u00fchrt immer zu Leiden. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann ich also,\nzusammengefasst, Leiden aufl\u00f6sen? \n<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>\n<br>\nIch\n\tschau mir mein Leben an und sehe die Aufgaben, die mir gestellt\n\tsind. Ich l\u00f6se sie und gebe dabei auf, ohne zu hadern. \n\t\n\t<\/li><li>\nIch werde mir\n\tbewusst, das Leben Wandlung bedeutet. Alles mit einem Anfang hat\n\tauch ein Ende. Geduld zu haben lohnt sich demnach.\n\t<\/li><li>\nWas geschehen\n\tist ist geschehen. Gestern ist vorbei. Heute ist. \n\t\n\t<\/li><li>\nDie t\u00e4gliche\n\tPflege der Meditation ist unverzichtbar.\n\t<\/li><li>\nIch bin nur\n\tf\u00fcr mich selbst verantwortlich. Niemand kann mir diese B\u00fcrde\n\tabnehmen. \n\t\n\t<\/li><li>\nIch bin nicht\n\tnachl\u00e4ssig. Aufgaben l\u00f6sen sich nur, wenn sie pr\u00e4sent bleiben.\n\t<\/li><li>\nIch muss\n\tnichts bewegen, wenn keine Aufgabe sich zeitigt.\n<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese\nsieben Grundmotive sind heute meine Antwort auf das Problem Leiden.\nMorgen aber ist ein anderer Tag. Alles wandelt sich. Nichts ist f\u00fcr\nimmer und schon gar nicht f\u00fcr ewig. Das ich hier und da Leid\nempfinde, ist unumg\u00e4nglich. Aber Leid ist ein Ph\u00e4nomen, das\nzeitigt, also auftritt und wieder verschwindet. Sollte es aber \u00fcber\neinen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht verschwinden und eine \u00e4u\u00dfere, nicht\nzu beeinflussende Ursache (Schmerz, Folter) nicht auszumachen sein,\nkann es lediglich durch ein Festhalten an unzeitigen Formen bedingt\nsein. Dann (jetzt) loszulassen, mich selbst zu l\u00f6sen und in Bewegung\nzu kommen ist mein L\u00f6sungs-Weg f\u00fcr jede Aufgabe des Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Alles\nist so richtig, wie es ist, denn alles ist best\u00e4ndig in Wandlung. <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nichts,\nwas benannt werden kann, ist f\u00fcr ewig. <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Weder\nich noch sonst jemand muss sich daher sorgen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-741'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-741-1'> Sich\nl\u00f6sen hei\u00dft loslassen. Loslassen muss immer ich selbst. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-741-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-741-2'> Kinder bed\u00fcrfen der F\u00fcrsorge und der\nAufsicht, solange sie klein sind. Sp\u00e4ter reduziert sich diese\nAufgabe immer mehr auf das Notwendige. Ab einem gewissen Alter aber\nsind auch unsere Kinder Erwachsene und somit selbstverantwortlich.\nSie dann aus unserer Verantwortung zu entlassen, bildet ihre\nGrundlage f\u00fcr ihre Freiheit. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-741-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-741-3'> Etwas hervorbringen, zur\nReife gelangen lassen, etwas entstehen lassen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-741-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F741&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F741&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D741&text=Aufgeben%20ist%20die%20L%C3%B6sung%20%E2%80%93%20%C3%BCber%20Leiden%20und%20Wandlung\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D741\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Worte begegnen uns immer wieder, wenn wir zur Meditation oder zum Yoga gehen, und die sind \u201eloslassen\u201c und \u201eAufgabe\u201c. 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