{"id":783,"date":"2020-04-06T11:11:58","date_gmt":"2020-04-06T11:11:58","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=783"},"modified":"2020-04-06T11:12:00","modified_gmt":"2020-04-06T11:12:00","slug":"gelingende-spirituelle-praxis-unterricht-vs-uebungsstunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=783","title":{"rendered":"Gelingende spirituelle Praxis &#8211; Unterricht vs. \u00dcbungsstunde"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erleben gerade jetzt in den Einschr\u00e4nkungen des gesellschaftlichen Lebens und der Schlie\u00dfungen von Studios und Praxen, wie wichtig es ist, das spirituelle Praktiken wie Yoga und Meditation in ihren vielf\u00e4ltigen Formen nicht nur unter gruppendynamischen Voraussetzungen praktiziert werden k\u00f6nnen, sondern das jeder Einzelne in seiner ganzen Individualit\u00e4t in der Lage sein muss, f\u00fcr sich und zu Hause zu \u00fcben. Dazu w\u00e4re es notwendig, die Praxis der Spiritualit\u00e4t nicht nur als \u00dcbungsstunden in Studios anzubieten, sondern diese wunderbaren Erkenntnisse der Meister der Vergangenheit immer auch zu unterrichten und daf\u00fcr Sorge zu tragen, das wirklich jeder zu jeder Zeit seinen spirituellen Sehns\u00fcchten nachgehen kann. Vielleicht best\u00e4tigt die Pandemie-Zeit, die wir gerade erleben, diese meine Ansicht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterrichten hei\u00dft konkret, nicht nur die oberfl\u00e4chliche Praxis weiterzugeben, also \u00dcbungsstunden anzubieten, sondern auch \u00fcber Hintergr\u00fcnde, \u00fcber Methoden, \u00fcber Aufbau und Abfolgen und die M\u00f6glichkeiten, Informationen zu recherchieren und Erkenntnisse zu sch\u00f6pfen gesprochen werden muss. Wie baut sich zum Beispiel eine \u00dcbungspraxis im Yoga auf, worauf ist bei Zusammenstellungen von \u00dcbungsreihen f\u00fcr die eigene Praxis zu Hause zu achten und wie kann ich mich selbst dazu motivieren, um, wie beim Beispiel Yoga, auf die Matte zu gehen, oder beim Beispiel Meditation sich aus sein Kissen zu setzen und zu \u00fcben. Und gerade diese Informationen m\u00fcssen nicht nur in Lehrer(innen)-Ausbildungen, sondern auch und ganz besonders und von Anfang an in der ganzen Breite der Teilnehmer(innen) gestreut werden. Das erfordert Aufwand, Geduld und gro\u00dfen Einsatz in der Ausbildung von Lehrer(inne)n, erfordert Geduld und Einsatz im allt\u00e4glichen Unterricht von den Lehrer(inne)n und viel Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft einschlie\u00dflich Geduld, besonders wegen h\u00e4ufiger Wiederholungen des Stoffes, bei den \u00dcbenden. Und vielleicht ist es eine \u00dcberlegung wert, sich einmal Gedanken zu machen \u00fcber die Grundlagen, die wir mitbringen m\u00fcssen, um \u00fcberhaupt eine spirituelle Praxis beginnen zu k\u00f6nnen. In meiner Beobachtung sind viele seltsame Vorstellungen, Erwartungen und Einstellungen zu diesen Themen in der Breite der \u00fcbenden Menschen zu verzeichnen, die sich, etwas kabarettistisch ausgedr\u00fcckt, auch oftmals aus wissenschaftlicher Sichtweise in Phantasie- und M\u00e4rchenwelten bewegen und die in ihren Aussagen durch nichts zu belegen sind. Das macht sie aber nicht deshalb allein schon falsch. Jede Ansicht, auch wenn sie den Wissenschaften, den Traditionen und den allgemein als anerkannt geltenden M\u00f6glichkeiten widersprechen, sind ernst zu nehmende Wirklichkeiten eines Menschen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterhin werden im Grunde in \u00fcblichen \u00dcbungsstunden nur die Vorz\u00fcge und ganz tollen Ziele und M\u00f6glichkeiten einer Praxis betont, selten aber wird vor den Gefahren und den unvermeidlichen Folgeerscheinungen gewarnt, die eine Praxis immer, und das nicht nur bei falscher k\u00f6rperlichen Anwendung, heraufbeschw\u00f6ren kann. Jede K\u00f6rperarbeit birgt auch Gefahren, jede Vorstellungswelt beeinflusst das allt\u00e4gliche Leben und jeder neu geweckte Wunsch nach Verbesserung, Bewusstseinsweitung, Optimierung oder Spezialisierung der pers\u00f6nlichen M\u00f6glichkeiten birgt Konsequenzen. Und jede Konsequenz ver\u00e4ndert das allt\u00e4gliche Leben.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nahezu jeder Mensch unserer Gesellschaft lebt in einer Beziehungsstruktur, hat Freunde, Verwandte, Kollegen, Nachbarn und T\u00e4tigkeitskreise privater Natur, die stets ihre Sicherheit dadurch erhalten, ihre Mitglieder in gewohnter Weise zu erleben. Ver\u00e4ndert sich Verhalten und\/oder Ansichten eines Mitglieds, steht dessen Teilhabe an den gewohnten Strukturen in Frage. Besonders dann, wenn die spirituelle Praxis greift und mehr und mehr nicht nur als Ausgleichssport betrachtet wird, sind Auswirkungen auf das private Umfeld unabwendbar.<\/li><li>K\u00f6rperliche \u00dcbung jeder Pr\u00e4gung ver\u00e4ndern die Struktur und das Verhaltensmuster unserer K\u00f6rper, ver\u00e4ndern die Art und Weise des F\u00fchlens und Erlebens. Au\u00dferdem ver\u00e4ndern sie ebenfalls die Struktur unserer physischen H\u00fclle. So wird beim Yoga die Muskulatur weicher, die Bewegungsm\u00f6glichkeiten weiten sich, oftmals auch ungewollt, und stellen damit ganz andere Anforderungen an die Belastungen des Lebens. Mit weicher Muskulatur und hoch-beweglichen Gelenken muss einfach anders umgegangen werden. Sie brauchen zur Sicherung der Stabilit\u00e4t andere Trainingsinhalte und hier und da nat\u00fcrlich auch Schutz vor \u00fcbergro\u00dfer Belastung. Besonders die Saisonsportarten wie Skifahren sind hier ohne ausreichendes Vorbereitungstraining in der Aus\u00fcbung problembehaftet.<\/li><li>Weiterhin seien hier Praktiken wie die Meditation oder das Pranayama angesprochen, die die Sensibilit\u00e4t und Wahrnehmung des \u00dcbenden deutlich erweitern k\u00f6nnen. Man muss dabei wissen, das dieses eben nicht nur in der Richtung \u201epositiv\u201c stattfindet, sondern das dieses immer f\u00fcr das ganze Spektrum gilt. Auch als negativ geltende Wahrnehmungsm\u00f6glichkeiten werden erweitert und nicht jedem Menschen gef\u00e4llt das auf Anhieb. Die beiden genannten Praktiken ver\u00e4ndern aber nicht nur die Wahrnehmung des \u00dcbenden, sondern dieser wird in der Folge auch von seiner Umgebung anders wahrgenommen. Auch das muss man m\u00f6gen und verarbeiten, und manchmal habe ich den Eindruck, das viele darauf einfach schlecht vorbereitet sind.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sei noch einmal angemerkt, das ich hier in diesem Artikel nicht von den \u00dcbenden spreche, die spirituell wirksame \u00dcbungen wie Yoga als Ausgleich f\u00fcr Berufsbelastungen, als Vorbeugung vor Krankheiten oder als Gesundheitspflege praktizieren. Ich spreche vielmehr von den \u00dcbenden, die gepackt werden von der Sehnsucht nach Ver\u00e4nderung des eigenen Seins, sei es die gef\u00fchlte eigene Rolle in der Gesellschaft, sei es die eigene Wahrnehmung oder auch die erlebte Wahrnehmung durch andere <sup class='footnote'><a href='#fn-783-1' id='fnref-783-1' onclick='return fdfootnote_show(783)'>1<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woran arbeitet eine spirituelle Praxis eigentlich? Was sind dabei Zielvorstellungen und wie sind diese zu erreichen? Was an den Beschreibungen ist Mythos und was ist erreichbar? Und welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, damit eine Praxis dieser Art gelingen kann? Das sind die Fragen und Felder, die einer Antwort bed\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was den Menschen auszeichnet und vor vielen anderen Lebensformen unterscheidet, ist seine Neigung, Beziehungen aufzubauen und so mit anderen zusammen zu arbeiten, das sich auch gro\u00dfe Aufgaben bew\u00e4ltigen lassen. Wir haben heute in der Menschenwelt eine hoch differenzierte Arbeitsteilung, so das nahezu jeder hochspezialisierte Leistungen zu erbringen vermag. Diese werden dann allen anderen zur Verf\u00fcgung gestellt, so das schlecht erf\u00fcllte Aufgaben wie die Herstellung von Waren oder die mangelhafte Bereitschaft zu Dienstleistungen nur selten in Erscheinung tritt. Wie jeder nachvollziehen kann, beschreibt dieses einen Idealzustand. Aber auf diese Weise hat der Mensch tats\u00e4chlich seine Vorherrschaft und seine R\u00e4ume in der Welt geschaffen und diese gegen\u00fcber anderen Lebensformen dauerhaft verteidigt. Allerdings befeuern die Systeme und Einrichtungen, die daf\u00fcr notwendigerweise geschaffen wurden, auch gro\u00dfe Verwerfungen innerhalb der Menschenwelt. Genannt seien Armut und Reichtum, Macht, Ohnmacht und Krieg, Krankheit, Schw\u00e4che und Siechtum sowie die allgegenw\u00e4rtige Angst, innerhalb der Menschenorganisationen durch den Rost zu fallen, sprich allein zu sein und keine Hilfe bzw. Teilhabe durch andere mehr zu erhalten. Was wir heute als vordringliche Beschr\u00e4nkung des Menschen in westlichen Gesellschaften erkennen k\u00f6nnen, ist, das Angst mehr und mehr einem Grundmotiv des Denkens wird. Die Angst vor den Paketen Krankheit, Armut, Ohnmacht und dem Alleinsein sind die Grund\u00e4ngste, die dann zu Gier, Hass und Verblendung <sup class='footnote'><a href='#fn-783-2' id='fnref-783-2' onclick='return fdfootnote_show(783)'>2<\/a><\/sup> f\u00fchren. Diese werden, um aktiv sein und wirken zu k\u00f6nnen, stets begleitet von einer geh\u00f6rigen Portion Nichtwissen, den sich daran anschlie\u00dfenden Irrt\u00fcmern und somit von einer falscher Selbsteinsch\u00e4tzung. Und genau hier setzt jede spirituelle Arbeit zun\u00e4chst einmal an. Die richtige Einsch\u00e4tzung der St\u00e4rke seines K\u00f6rpers, Erkenntnisse \u00fcber dessen Funktion und M\u00f6glichkeiten sind ein Grundpfeiler jeder spirituellen Arbeit. Ein weiterer Grundpfeiler ist im Erkennen seines Nichtwissens angelegt, das in seiner Folge ja die vielen Irrt\u00fcmer erst m\u00f6glich macht und die dann zu zus\u00e4tzlichen Problemen des Lebens f\u00fchren. Jede spirituelle Arbeit beginnt daher damit, eine richtige Selbsteinsch\u00e4tzung zu generieren. Ein weiteres Feld sind Erkenntnisse \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Konzepte und Konventionen, die dem Einzelnen vorschreiben, wie und in welcher Form er zu leben habe und die h\u00e4ufig einer spirituellen \u00d6ffnung im Wege stehen. Aber auch jede spirituelle Tradition schreibt eine spezielle Form vor, in der das \u201erichtige\u201c Denken sich einzufinden habe, um dabei sein zu k\u00f6nnen\/d\u00fcrfen. Das ist zeitweise notwendig und wichtig, darf aber nicht zu einem neuen Dogma gerinnen. Dann w\u00e4re es keine \u00d6ffnung mehr, sondern nur ein Wechsel in eine andere Anschauung. Und dann seien noch die vielen Gruppendynamiken erw\u00e4hnt, die gerne dazu f\u00fchren, das der Einzelne eben nur noch genau das macht und f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt, was seine Freunde, Mitstreiter und was alle anderen, durch die Medien dargestellt, auch machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Selbsteinsch\u00e4tzung und\/oder eine eigenst\u00e4ndige Entscheidung, die zu einem spirituell wirksamen Weg f\u00fchrt, kann aber nicht in Wort, Schrift, Bild oder Film weitergegeben werden. Man erkennt das daran, das viele B\u00fccher von vielen Menschen gelesen werden, aber nur wenig des Inhalts jemals umgesetzt haben. Das ist in der Arbeit mit B\u00fcchern menschlich und durchaus normal. Ganz anders ist die Arbeit mit kompetenten Lehrern. Sie erfolgt hier fast ausschlie\u00dflich aus der Zwiesprache zwischen Lehrer und Sch\u00fcler und \u00fcber den Umweg von \u201eErfahrungen machen k\u00f6nnen\u201c. Der Lehrer hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen und \u00dcbungen zu schaffen, diese auszuw\u00e4hlen, diese so zusammenzustellen, das sie einem Sch\u00fcler die M\u00f6glichkeit geben, Erfahrungen zu machen, dieser also etwas bemerkt, erkennt, realisiert, was ihn direkt angeht. Aus dieses Erfahrungen heraus generieren K\u00f6rper und Geist das Wissen, das dann zu einer anderen Selbsteinsch\u00e4tzung f\u00fchrt. Es sind also Erfahrungen, die das Rad der Ver\u00e4nderungen in Gang setzen. Und wer jemals einem Kind beim \u201eLaufen lernen\u201c zugesehen hat, versteht, was ich hier auszudr\u00fccken versuche. Sind erste Erfahrungen eingetreten, wirken diese als Motiv f\u00fcr das Weitermachen. Das Rad dreht sich weiter und weiter. Neugierde, wie weit das noch gehen kann, sich das noch \u00f6ffnen wird, kommt bald hinzu und l\u00e4sst das Rad sich immer weiter und weiter drehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Rad setzt die spirituelle Entwicklung in Gang, k\u00f6rperlich, mental und geistig. Sie wird oftmals als Sehnsucht ausgedr\u00fcckt, Sehnsucht nach einer Ver\u00e4nderung meines Seins, welche sich in Ruhe, Gewissheit, Mut und Gelassenheit ausdr\u00fcckt und als innerer Frieden wahrgenommen werden kann. Die Angst weicht dann der mutigen Gelassenheit, der Aufschrei verhallt in der Stille, und vieles von dem, was ein Leben erstickt hat, weicht vor der Freude am Leben zur\u00fcck, die im Raum von Stille und Gelassenheit langsam aber stetig sich immer weiter ausbreitet. Und pl\u00f6tzlich hat sich das Leben gewandelt, die fr\u00fchere Selbsteinsch\u00e4tzung verliert ihre Wichtigkeit, denn allem voran bestimmt jetzt die Freude am eigenen Sein die Abl\u00e4ufe des Tages. Widerst\u00e4nde werden aufgeben, die Ansichten anderer sind und bleiben zwar wichtig, ber\u00fchren aber mein Sein innerlich nur wenig. Ich stehe dann fest und sicher auf dem Boden des Lebens, sp\u00fcre Freude und Stille in mir und bin begeistert angesichts der wiederentdeckten Buntheit der Welt. Ich habe mein Leben zur\u00fcck gewonnen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommen wir nach diesem kleinen Ausflug zur\u00fcck zur Praxis. Wir m\u00fcssen als erstes einmal uns \u00fcber Motivation und die Hintergr\u00fcnde unseres spirituellen \u00dcbens klar werden. Dazu kommt dann die Selbsteinsch\u00e4tzung, von der ich oben bereits gesprochen habe, die uns bewusst sein muss, um \u00fcberhaupt Ver\u00e4nderungen zu bewirken und diese dann auch erkennen zu k\u00f6nnen. Dann muss ich mir, um zu verstehen, Einblick und Zugang in die Systematik der begonnenen \u00dcbungen erarbeiten, um zu begreifen, was ich da eigentlich tue, weil nur Verstehen Wissen erzeugt und mir das ein gewisses Ma\u00df an Sicherheit bietet. Wenn ich dann alles zusammenstelle, ich also wei\u00df, warum und weshalb ich \u00fcbe, wenn ich wei\u00df, wie mein \u00dcben wirkt und was es zu erreichen im Stande ist, kann ich mich auch selbst motivieren zu \u00fcben und bin erstmals in der Lage, einerseits f\u00fcr mich eine Entscheidung zu treffen, darauf folgend mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und dieses vielleicht sogar zum Positiven zu wenden, sei es bez\u00fcglich Gesundheit, Mut, Gewissheit oder Sicherheit. Wie geschieht das alles in der allt\u00e4glichen Praxis? Wie bereits angef\u00fchrt, brauche ich von Zeit zu Zeit einen kompetenten Lehrer(in) als Gespr\u00e4chspartner <sup class='footnote'><a href='#fn-783-3' id='fnref-783-3' onclick='return fdfootnote_show(783)'>3<\/a><\/sup>, mit dem ich Zwiesprache halten kann und mir so hilft, zu verstehen. Dazu bedarf es eben nicht nur der \u00dcbung, sondern des Unterrichts oder zumindest eines Blickes von au\u00dfen. Dieses wird mich in die Lage versetzen, eigenst\u00e4ndig und ohne Aufforderung von Seiten einer Autorit\u00e4t <sup class='footnote'><a href='#fn-783-4' id='fnref-783-4' onclick='return fdfootnote_show(783)'>4<\/a><\/sup> meine \u00dcbungen durchzuziehen. Ich empfehle dazu in etwa die nachfolgende Konfiguration. Wichtig ist es, t\u00e4glich zu \u00fcben. Dazu gen\u00fcgt eine sinnvolle und meinen jeweiligen Anforderungen gen\u00fcgende Kurz\u00fcbungspraxis von 10 bis 30 Minuten bei K\u00f6rper\u00fcbungen und\/oder zwei Standardrunden <sup class='footnote'><a href='#fn-783-5' id='fnref-783-5' onclick='return fdfootnote_show(783)'>5<\/a><\/sup> in der Meditation. Dann sollte ich mindestens einmal pro Woche bei den K\u00f6rper\u00fcbungen eine allgemeine Praxis durchf\u00fchren, die alle K\u00f6rperpartien arbeiten l\u00e4sst und im Falle von Yoga mindestens 90 Minuten andauert. Entsprechend w\u00e4ren in der Meditation dann dreimal zwei Runden zu meistern. Und dann ist es notwendig , innerhalb von zwei bis vier Wochen einmal mit einem Lehrer(in) oder einem Freund zusammen zu arbeiten. <sup class='footnote'><a href='#fn-783-6' id='fnref-783-6' onclick='return fdfootnote_show(783)'>6<\/a><\/sup> Mit diesem(r) sollte ich meine Fragen besprechen, mir die Richtigkeit und Wirksamkeit meiner Praxis best\u00e4tigen lassen und er\/sie gibt mir Ratschl\u00e4ge und Anregungen f\u00fcr mein weiteres Vorgehen. Und nat\u00fcrlich erh\u00f6ht diese Best\u00e4tigung meine Motivation, auch in Zukunft weiter zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten Sie also die Sehnsucht versp\u00fcren, ihre spirituelle Praxis auch in der Zeit einer Pandemie weiterzuf\u00fchren, empfehle ich die oben beschriebene Vorgehensweise. Machen Sie eine kurze t\u00e4gliche Praxis, nehmen Sie sich einmal in der Woche die Zeit, grundlegend zu \u00fcben und halten Sie den regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt zu einem\/ihrem Lehrer(in) aufrecht oder versuchen Sie, einen solchen aufzubauen. Stellen Sie sich und anderen Fragen, lesen sie nach, recherchieren Sie und versuchen Sie zu verstehen, was Sie da und wof\u00fcr Sie das eigentlich tun wollen. Ihre Sehnsucht <sup class='footnote'><a href='#fn-783-7' id='fnref-783-7' onclick='return fdfootnote_show(783)'>7<\/a><\/sup> hat einen Grund. Sie bezeichnet eine L\u00fccke, einen Mangel oder oft sogar eine M\u00f6glichkeit, die sich gerade offenbart und die Sie wahrnehmen sollten. Der Sehnsucht zu folgen und damit auf einem ihrem Inneren entsprechenden Weg zu sein macht Sie gl\u00fccklich und zufrieden. Nutzen Sie die Chance, die sich gerade jetzt bietet, wo m\u00f6gliche gesellschaftliche Ablenkungen auf ein Minimum geschrumpft sind!<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-783'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-783-1'> Ich zum Beispiel war, solange ich zur\u00fcckdenken kann, d.h. schon in der Familie, in der Schule, im Beruf und hier und da auch bei Freizeitaktivit\u00e4ten, Mobbing-Aktivit\u00e4ten anderer ausgesetzt und habe mich daher zu einem Einzelg\u00e4nger entwickelt, was weitere Probleme mit sich brachte, da unsere Gesellschaft das Einsiedeln generell skeptisch betrachtet. Um zur\u00fcckzufinden bzw. die gr\u00f6\u00dften Problemfelder meines Lebens zu begrenzen, habe ich mit Karate-Do, Yoga und wenig sp\u00e4ter mit einer Meditationspraxis begonnen. Heute bin ich zwar gef\u00fchlt immer noch Einsiedler, aber ich habe durch diese Praxen gelernt, mich relativ problemlos in sozialen Umfeldern zu bewegen, zumindest, ohne gro\u00df anzuecken oder aufzufallen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-2'> Wie das z.B. in der buddhistischen Terminologie genannt wird. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-3'> Das kann auch ein(e) Freund(in) sein, der neben mir seine spirituelle Praxis \u00fcbt, die gleichen Stunden besucht oder unter der gleichen oder einer vergleichbaren Tradition f\u00fcr sich arbeitet. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-4'> Diese kann auch Krankheit sein, \u00dcberlastung oder Stress\u2026, weil mich auch diese unter Druck setzen k\u00f6nnen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-5'> Standardrunden in der Meditation sind so viele Minuten lang, wie ich dies mir vorgenommen habe oder wie es mein Lehrer(in) mir empfiehlt. Das k\u00f6nnen 5 Minuten sein, aber auch die klassischen 25 oder sogar l\u00e4nger&#8230; <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-6'> Das kann in Zeiten von Pandemien auch \u00fcber Telefon, Skype oder Zoom erfolgen, wenn ein direktes Zusammentreffen nicht m\u00f6glich ist. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-783-7'> Sehnsucht: inniges, schmerzliches Verlangen\u2026 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-783-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F783&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F783&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D783&text=Gelingende%20spirituelle%20Praxis%20%E2%80%93%20Unterricht%20vs.%20%C3%9Cbungsstunde\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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