{"id":796,"date":"2020-11-22T11:45:26","date_gmt":"2020-11-22T11:45:26","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=796"},"modified":"2020-11-22T11:45:30","modified_gmt":"2020-11-22T11:45:30","slug":"das-problem-mit-der-rueckkehr-zum-urgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=796","title":{"rendered":"Das Problem mit der \u201eR\u00fcckkehr zum Urgrund\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oftmals, wenn ich ein Buch oder eine Schrift mir vornehme, mit der ich Informationen und Anst\u00f6\u00dfe zum Lebensgef\u00fcge meiner Selbst zu bekommen hoffe, sto\u00dfe ich auf einen Vorschlag, eine Anweisung oder eine Idee, die soviel ausdr\u00fcckt, als m\u00fcsse ich eine Handlung verfolgen, die zur\u00fcck zum Uranfang, zum Ursprung oder zum Urgrund f\u00fchren k\u00f6nne. \u201eZur\u00fcck\u201c ist der erste Begriff, der mich st\u00f6rt, denn ein Zur\u00fcck kann es doch nur in Gedanken, innerhalb von Vorstellung und Geschichten, geben. Und die zweite St\u00f6rung empfinde ich bei der Vorsilbe \u201eUr\u201c, die mir zu suggerieren scheint, es gebe so etwas wie den einen Ausgangspunkt der Entwicklung, den einen Anfang, das Ereignis des Anfangs, der heute in mein aktuelles Leben m\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h1 class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">Gedanken zum Verzweifeln &#8211; 001<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beginnen wir also mit der Begrifflichkeit \u201ezur\u00fcck\u201c. Also mir ist im Grunde genommen keine Handlung bekannt, die dazu in der Lage w\u00e4re, einen Gedanken und der damit verbundenen Handlung, der in der Vergangenheit liegt, r\u00fcckg\u00e4ngig, ungeschehen zu machen oder in \u201enicht stattgefunden\u201c, \u201enicht wirklich gewesen\u201c zu verwandeln. Selbst ein reiner Gedanke, der mir in den Kopf steigt und aufgrund seiner Seltsamkeit <sup class='footnote'><a href='#fn-796-1' id='fnref-796-1' onclick='return fdfootnote_show(796)'>1<\/a><\/sup> sofort wieder verworfen wurde, wurde gedacht und bleibt somit wirklich. Denn wie oft geschieht es mir, das in einer sp\u00e4teren stillen Minute dieser seltsame Gedanke wieder erscheint, um erneut anzufragen, ob er nicht doch irgendwie zu ber\u00fccksichtigen sei. Und auch eine Handlung, die begangen, aber nicht von irgend jemand bemerkt wurde, ist begangen und damit auch vorhanden. Wir wissen als einzelne Menschen doch gar nicht, was Gedanken und Handlungen in die Welt zu setzen verm\u00f6gen. Das alles zu \u00fcberblicken w\u00fcrde uns unserer ganzen Kraft berauben und l\u00e4hmen f\u00fcr alle Zeit. Es ist doch gerade das Geheimnis des Menschen, das er in der Lage ist, ohne wirklich zu wissen, was zu tun sei, in Angesicht des Flusses des Erscheinenden, einfach gehen kann. Es ist seine St\u00e4rke, das er, ohne grunds\u00e4tzlich von Programm, Instinkt oder Trieb gesteuert zu sein, in vielf\u00e4ltiger und oft auch seltsamer Weise handeln kann. Er macht einfach. Das ist ja auch das Problem, das menschliches Dasein seinem eigenen Selbstgef\u00fchl stellt. Wir wissen oft nicht, versichern uns oft nicht, sch\u00fctzen uns oft nicht und tun trotzdem st\u00e4ndig etwas. Was, um zum Thema zur\u00fcckzukehren, bedeutet dann \u201ezur\u00fcckgehen zur Quelle\u201c, zum Anfang, als ob die Quelle jemals der eine Anfang gewesen sei. Haben wir n\u00e4mlich die Quelle gefunden, fragen wir doch weiter, wo das Wasser herkommt, das diese Quelle speist. Und haben wir den Grund gefunden, aus dem das Wasser zur Quelle flie\u00dft, fragen wir weiter, wie es denn dort hinkommen konnte. Und was mit dem Fluss, der Quelle und dem Wasser sich nicht l\u00f6sen l\u00e4sst, l\u00e4sst sich auch mit Gott und meinem Selbst nicht l\u00f6sen. Das Ausschlie\u00dfen, Transzendieren oder Einrahmen, das wir in nahezu jeder Schrift irgendwo finden, ist doch auch keine L\u00f6sung, sondern die Fragen bleiben. Und was wir im Grunde dann tun, ist, irgendwann aus der puren Verzweiflung heraus ein Ende zu setzen, das jeder Logik unseres Denkens widerspricht. <sup class='footnote'><a href='#fn-796-2' id='fnref-796-2' onclick='return fdfootnote_show(796)'>2<\/a><\/sup> Das Fragen wird so niemals zu einem Ende kommen k\u00f6nnen, das ist in meiner Vorstellung einfach sicher, denn ein Ende zu setzen hei\u00dft doch, mit Glauben beginnen zu m\u00fcssen. Und mit Glauben habe zumindest ich so mein Problem.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten wir, um weiterzukommen, dann einfach den zweiten St\u00f6renfried, die Vorsilbe \u201eUr\u201c. Laut Wikipedia dient die Vorsilbe Ur\u2026 dem Bezug auf eine lang vergangene, alte oder urspr\u00fcngliche Sache. Einen weiteren Bezug findet diese Vorsilbe in Bezug zu einem Ausgangspunkt und als Steigerungsform (Augmentativbildung) wie bei \u201eurgermanisch\u201c zum Beispiel. Der n\u00e4chste Bezug ist die Verwendung bei Ahnenreihen, wo sowohl zuk\u00fcnftige als auch vergangene Verwandte mit Ur\u2026 beginnen wie bei Urenkel und Urahnen. Und nat\u00fcrlich gibt es diese Steigerungsform auch bei Jugendsprachen, wo sie wie bei \u201eurcool oder urgeil\u201c als ins Exzessiv gesteigert verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist also jetzt der Uranfang? Wahrscheinlich ist meiner Einsch\u00e4tzung nach damit der Ausgangspunkt gemeint, den der Sprecher als letzten oder \u00f6fters auch mal als ersten Punkt seiner Befragungsreihe festgelegt hat. Wir finden solche Punkte in der Astronomie als Urknall, in der zum Beispiel christlichen Theologie als der Urahn (Adam), in der Chemie als der Urstoff (Wasserstoff als Element). In der Spiritualit\u00e4t finden wir solche End- oder Anfangspunkte als Atman oder das Selbst, wobei beide als die letzte oder erste Ebene angesehen werden. Wir k\u00f6nnen das dann zielf\u00fchrend den Urgrund nennen. Nun sind die europ\u00e4ischen und indischen Systeme ja alle auf der Kausalit\u00e4t, dem Ursache-Wirkungsprinzip aufgebaut. Hier liegt wie bei nahezu allen europ\u00e4isch orientierten Religionen und Anschauungen <sup class='footnote'><a href='#fn-796-3' id='fnref-796-3' onclick='return fdfootnote_show(796)'>3<\/a><\/sup> entweder ein oder mehrere G\u00f6tter oder ein synthetisches Prinzip (Transzendenz, Existenz, Universum) zugrunde. Kurz gesagt ist die Befragungsreihe ja nicht abgeschlossen an den genannten Punkten, sie wird aber einfach so, sozusagen willk\u00fcrlich, unterbrochen, weil die Menschen der Gesellschaft sich in Glauben und Wissen und in Bezug zu entsprechenden Definitionen darauf geeinigt haben, das so zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wir bis jetzt vorfinden, ist doch folgender Sachverhalt: Bei den zusammengesetzten W\u00f6rtern aus den Eingangszeilen, gibt es einen gesetzten Punkt, der nur aufgrund einer Vereinbarung nicht \u00fcberschritten werden sollte. Diesen Punkt nennen wir Grund, Urgrund. Zur\u00fcck zu ihm k\u00f6nnen wir nicht gehen, das haben wir schnell eingesehen. Wir k\u00f6nnen ihn uns nur vorstellen. Und in dieser Vorstellung kreierten, erfanden Menschen jeglicher Tradition in allen Zeiten ihren ureigenen (im Modus der Verst\u00e4rkung) Beginn. Ich sehe das heute so wie zum Beispiel bei den allt\u00e4glichen Beurteilungen der Spezialisten an den B\u00f6rsen. Jeder reimt sich dort irgend etwas zusammen, proklamiert das \u00f6ffentlich und hofft, das viele Andere dieser Argumentation folgen und mit Taten unterf\u00fcttern, wobei mit zunehmenden Erfolg das Erratene immer mehr Wahrnehmung und somit mehr Wirklichkeit bekommt. Das besonders die erfolgreichen Treiber dieser Wirklichkeit in Wahrheit am Anfang ihrer T\u00e4tigkeit eigentlich L\u00fcgner und Betr\u00fcger waren, spielt dann schon bald keine Rolle mehr. Und hier haben wir dann auch die spezifische Eigenschaft des Menschen, die diese Lebensform vor allen anderen Wesen auszeichnet: Menschen sind unter allen Tieren die am h\u00f6chsten entwickeltesten L\u00fcgner und Betr\u00fcger <sup class='footnote'><a href='#fn-796-4' id='fnref-796-4' onclick='return fdfootnote_show(796)'>4<\/a><\/sup>. Ihren Erfolg verdanken sie in weiten Teilen der \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten zur T\u00e4uschung und \u00dcberlistung ihrer Feinde und Opfer, und weitergehend sogar noch gegen\u00fcber sich selbst. Und nat\u00fcrlich spielt auch Ausbeutung in allen Belangen eine Rolle. Aber das ist dann eine ganz andere Gedankenlinie. Nun gelten diese Ausf\u00fchrungen f\u00fcr alle der Kausalit\u00e4t folgenden Systeme. Aber es gibt ja auch solche, die weder diesem Prinzip folgen (Das klassische China w\u00e4re ein Beispiel) noch so etwas wie einen Urgrund kennen. Der Buddhismus sieht eine Leere als so etwas wie den Grund an, aber \u201eleer\u201c ist ja ein Eigenschaftswort, das so etwas bedeutet wie \u201enicht gef\u00fcllt mit etwas\u201c. Da ist also bez\u00fcglich der F\u00fcllung kein Etwas, kein Subjekt zu erkennen. Und da die Metapher eines Gef\u00e4\u00dfes im buddhistischen Theoriegeb\u00e4ude ja auch bestritten wird, das Gef\u00e4\u00df Universum ist unendlich und wird sogar als zeitlos gedacht, kann es somit gar nicht leer sein. Leer-Sein-K\u00f6nnen bedarf immer eines abgegrenzten Raumes, eines Rahmens. Den gibt es f\u00fcr das Universum aber nicht. Im Mahayana <sup class='footnote'><a href='#fn-796-5' id='fnref-796-5' onclick='return fdfootnote_show(796)'>5<\/a><\/sup> wird das sogar noch weitergef\u00fchrt und als \u201eLeerheit\u201c bezeichnet, also als ein Substantiv eines urspr\u00fcnglichen Adjektivs. F\u00fcr uns Europ\u00e4er ist das vollkommen unlogisch. Im Leeren ist keine Substanz, kein Anfang, kein Ereignis, das sich eingrenzen lie\u00dfe, m\u00f6glich. Wo etwas leer ist, da ist nichts drinnen. Und wie kann etwas Unbegrenztes, Unendliches und sogar zeitlich nicht Eingrenzbares, als sozusagen \u201eAlles, was ist\u201c, leer sein.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es stellt sich doch stets die Frage, was es mit dem Urgrund, den wir finden sollen und wollen und der so wichtig scheint, eigentlich verbinden. Was erreichen wir eigentlich, wenn wir den Urgrund erreichen? Was gibt es dort, was es hier und jetzt nicht zu geben scheint? H\u00e4ufig wird dieses Erreichen als eine Erleuchtung angesehen, als ein Ankommen in Vollendung, eine Erfahrung, die alles andere in den Schatten stellt. Aber betrachten wir das einmal n\u00fcchtern. Das dort zu Erreichende wird ja nicht erst jetzt f\u00fcr uns geschaffen. Es ist ja schon da, war schon da vor meiner Geburt, und wird mein kurzes Leben auch \u00fcberdauern. Darin sind sich sich alle einig, die zur\u00fcck zum Ursprung wollen. Was erreichen, erleben, erfahren wir also, wenn wir ankommen? Ist es nicht eher das Erlebnis der Erfahrung, sich \u00fcber Jahre hinweg stets geirrt zu haben, herumgeirrt zu sein in Geschichten und Setzungen, die nicht einmal die Spur einer Realit\u00e4t aufweisen. Und ist das Ergebnis der Brillensuche, das beschreibt, das ich dieses gesuchte Objekt schon die ganze Zeit auf der Nase sitzen habe und ich ich nicht in der Lage war, das zu bemerken, nicht eher ern\u00fcchternd und nicht als erhaben zu betrachten. Im Buddhismus sind Gier, Hass und Verblendung die drei gro\u00dfen \u00dcbel, die den Menschen auszeichnen. Weniger zu begehren, weniger zu hassen und weniger verblendet zu sein w\u00e4re also ein Schritt auf dem Weg zum Ziel. Aber ist die Suche nach einem Ziel nicht auch Begehren. Ist unsere Verblendung, die wir bemerken m\u00fcssen, um ans Ziel zu gelangen, nicht gleichzeitig auch zumindest etwas Hass auf uns selbst, zumindest in der Form, in der wir uns gerade jetzt sehen. Und ist Verblendet-Sein nicht immer mit \u201eeinem Wissen, das\u2026\u201c verkn\u00fcpft. Ist also, um exakt weiter zu fragen, ein Ziel zu haben nicht Verblendung? Somit w\u00e4re auch das Zur\u00fcckkehren wollen zum Ursprung also auch Verblendung? Kompliziert? Nein, Logik!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten wir daher das ganze Dilemma mal aus einer weiteren Perspektive. Gibt es einen Anfang? War am Anfang meiner Existenz wirklich meine Zeugung oder Geburt? F\u00fcr mich als Mensch betrachtet mag das aus allgemein g\u00fcltiger Sichtweise ja folgerichtig sein. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich aber finde ich diesen Anfangspunkt nicht. Viel eher erscheint mir das Erlebnis eines Aufwachens in einer bereits vor-ausgebildeten Existenz viel wahrscheinlicher zu sein. Der erste und \u00e4lteste Punkt in meiner Erinnerung liegt in etwa im Alter von vier Jahren und besteht nur aus einer sehr kurzen Sequenz. Bereits der n\u00e4chste Punkt liegt Jahre sp\u00e4ter, bei etwa acht Jahren und war ein sehr einschneidendes Erlebnis. Dazwischen ist, bis auf sehr kleine Zwischent\u00f6ne, \u00fcberwiegend Bilder, absolute Leere, in der Definition \u201ekeine Erinnerung\u201c. Trotzdem kommt es mir vor, als w\u00e4re diese Leere doch irgendwie von mir durchlebt, durchlitten worden. Da ist kein Bruch durch die fehlenden Erinnerungen. Treiben wir es jetzt einfach mal auf die Spitze. Was w\u00e4re, wenn wir uns generell an Vergangenes nicht erinnern k\u00f6nnten? Wie w\u00fcrden wir denken, wie leben? Ich bin mir sicher, das wir als Menschen so in freier Wildbahn nicht h\u00e4tten \u00fcberleben k\u00f6nnen. Die Erinnerung gebiert in meiner Vorstellung ja gerade die F\u00e4higkeiten, mit denen der k\u00f6rperlich eigentlich so schwache Mensch sich in der Natur gegen viele Neider und gefr\u00e4\u00dfige Feinde hat durchsetzen k\u00f6nnen. Sollte die Erinnerung also nicht eine besondere Rolle spielen auch in der Planung einer Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt im Chinesischen die sch\u00f6ne Geschichte mit dem Boot, das bei einer Wanderung zur \u00dcberfahrt eines gef\u00e4hrlichen Stromes ben\u00f6tigt wurde. Am anderen Ufer angekommen allerdings, ist es dann nicht mehr von N\u00f6ten. Es kann getrost zur\u00fcckgelassen werden. Wenn unsere Erinnerungen wie das Boot gesehen werden, m\u00fcssten wir dann nicht zu einer Schlussfolgerung kommen, die besagt, das Erinnerungen der Vergangenheit hier und da mal von Nutzen, \u00fcberwiegend aber eher zu einer Last zu werden drohen, wenn sie nicht wirksam ausged\u00fcnnt werden. Die Frage ist doch, wie kann so ausged\u00fcnnt werden, das verschwindet, was wir nicht brauchen, und bleibt, was in naher Zukunft eventuell noch ben\u00f6tigt wird. Ich wei\u00df nicht, wie das geschehen kann. Und damit bin ich wieder an der Stelle angekommen, die ich am Anfang des Artikels schon einmal gestreift habe. Ich wei\u00df nicht und gehe trotzdem. Und wieder einmal bin ich gedanklich im Kreis gelaufen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oftmals m\u00fcssen wir raten, m\u00fcssen einfach tun auch ohne Wissen, ohne Nachdenken, ohne Sicherheit. Ist es nicht das, was ein Leben so richtig spannend und aufregend macht. Was ich allerdings einschr\u00e4nkend konstatieren muss ist der Ratschlag, das bei allem Mut trotzdem immer etwas im Hintergrund eine Rollen spielen sollte, das sinnvolle Ma\u00df. Daher unterscheiden wir auch zwischen den Begriffen Mut und Wagemut. Wir m\u00fcssen viel riskieren, um recht zu leben, ja, aber das gilt eben nicht f\u00fcr alles und nicht zu jeder Zeit. Ma\u00df-Halten ist somit nicht nur ein Begriff f\u00fcr das Langweilige in einem, sondern sogar eine absolut notwendige Bestrebung f\u00fcr das Leben. Ein rechtes Leben enth\u00e4lt daher in meiner Vision immer einen gut durchdachten Anteil von Ma\u00df. Das gilt das f\u00fcr den Umgang mit Menschen, mit Tieren und Pflanzen, mit der Technik und auch innerhalb von kulturellen Systemen. Die Frage, die ich mir h\u00e4ufig stelle, ist: Muss das wirklich sein? Und sehr h\u00e4ufig und mit zunehmenden Alter immer \u00f6fter lautet die Antwort: Nein. Und manchmal wird auch schnell \u201enein\u201c gedacht und es trotzdem unmittelbar in eine Tat umgesetzt. So ist das eben mit mir als Mensch. Vollkommen-Sein geht wohl doch anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie am Anfang in der \u00dcberschrift ausgef\u00fchrt, sind diese Zeilen der Versuch 001. Es werden weitere Versuche folgen m\u00fcssen, wie das dreistellige Format das schon in der \u00dcberschrift, durchaus pessimistisch vorgepr\u00e4gt, vorzugeben scheint. Vielleicht mit einem anderen Einstieg, vielleicht mit anderen, kontr\u00e4ren Gedanken, vielleicht auch mit anderen Schlussfolgerungen. Ich denke, es m\u00fcssen im Denken noch viele Versuche zum Scheitern gebracht werden, um wirksam vorw\u00e4rts zu kommen. Es bleibt, zumindest f\u00fcr mich als Schreiber, spannend. Und das ist es auch, was mich auch in Zukunft hoffentlich zum Denken-Wollen befl\u00fcgeln wird.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-796'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-796-1'> Seltsamkeit = passt nicht in mein gelebtes Gef\u00fcge <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-796-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-796-2'> Was in der Bibel steht, stimmt! Woher wei\u00df ich das? Es steht in der Bibel! <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-796-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-796-3'> Die Wissenschaften westlichen Stils sind hier ebenfalls dabei. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-796-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-796-4'> Dar\u00fcber in einem anderen, sp\u00e4teren Artikel mehr\u2026 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-796-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-796-5'> Der Mahayana ist die vorherrschende Form des Buddhismus <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-796-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F796&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F796&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D796&text=Das%20Problem%20mit%20der%20%E2%80%9ER%C3%BCckkehr%20zum%20Urgrund%E2%80%9C\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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