{"id":875,"date":"2023-09-22T16:31:05","date_gmt":"2023-09-22T16:31:05","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=875"},"modified":"2023-09-25T16:22:57","modified_gmt":"2023-09-25T16:22:57","slug":"eine-dritte-ode-an-die-un-entschiedenheit-stille-meditation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=875","title":{"rendered":"Eine dritte Ode an die Un-Entschiedenheit: Stille Meditation"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde immer mal wieder mit einer Situation konfrontiert, Stellung beziehen zu m\u00fcssen zu Themen, die f\u00fcr mich nicht entschieden sind, die f\u00fcr mich (noch ?) offen sind. Dabei ist es relativ gleich-g\u00fcltig, ob das Themen der aktuellen Politik, der Religion, des Sports, der Ern\u00e4hrung, der Weltsicht oder gar der Seins-Philosophie sind. Ich m\u00f6chte hier darlegen, warum die Unentschiedenheit, der ich damit den dritten Teil einer mehrstrophigen Ode <sup class='footnote'><a href='#fn-875-1' id='fnref-875-1' onclick='return fdfootnote_show(875)'>1<\/a><\/sup> widme, in all diesen Fragen so ungeheuer wirksam und vorteilhaft ist. Erl\u00e4utern m\u00f6chte ich das hier an Ansichten \u00fcber die Meditation. Dieses Wort ist heute so durchgestaltet, verbreitet und missbraucht, das sich der eigentliche Sinn, wie er sich aus der \u00dcberlieferung ergibt, sich so gut wie nicht mehr auffinden l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Artikel ist (leider) etwas l\u00e4nger geworden, als ich das beabsichtigt hatte, aber: Ich konnte es mit weniger Worten nicht so ausdr\u00fccken, wie es mir in den Sinn kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Unentschiedenheit, mit der wir leben m\u00fcssen, \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026 wenn wir Meditation praktizieren. Was ich hier zu beschreiben versuche ist, meine Erfahrung zu Papier zu bringen, ohne dabei zu \u00dcberh\u00f6hen oder zu Untertreiben oder mich in Nachbetungen zu ersch\u00f6pfen. Meditation ist eine Lebenspraxis, die offen, der Buddhist w\u00fcrde sagen, \u201eleer\u201c ist. Es gibt kein Ziel, keine Methode usw, es gibt zun\u00e4chst nur das pers\u00f6nliche Motiv, das im Grunde genommen sehr unterschiedlich sein kann. Ich empfehle, am Anfang alle in Frage kommenden Motive zu nutzen, um die Praxis zu beginnen, und dann nach der Einrichtung der Gewohnheit eines nach dem anderen zu negieren, neudeutsch: zu canceln, um dann ohne Vorgabe, ohne Zielvorstellung und ohne Rezept\u2026 in sein Sitzen gehen zu k\u00f6nnen. xX<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Best\u00e4tigung eines Meditations-Meisters erhalten zu wollen, die Best\u00e4tigung also, die meditative Praxis erreicht\/erklommen zu haben, ist bereits ein Konzept. Also, alles gezielt Angestrebte ist in meiner Vorstellung alles m\u00f6gliche, aber nicht Meditation. Sie erfordert also eine oftmals sehr lange Vorbereitungsphase, erfordert viele Versuche mit meist bescheidenem Ausgang, wird hier und da Verwirrung, Sorge und Ern\u00fcchterung erzeugen und bedarf daher Mut, Hartn\u00e4ckigkeit und einen sehr langen Atem. Es darf nicht entscheidend sein, ob die Praxis ein Gef\u00fchl des Gelingens oder Misslingens erzeugt. Ich betrachte sie als eine Lebenspraxis, in etwa so wie das Atmen, das Schlafen und das, um ein Motiv der modernen Kultur zu nennen, Z\u00e4hneputzen. Meditation ist und bleibt ein \u201eWeg in unbekanntes Terrain\u201c, nicht vorgegeben, nicht planbar und auch nicht zu irgendwelchen Zwecken gut. Meditation ist Meditation, ist Zazen, ist Sitzen, ist \u201eleer\u201c im buddhistischen Sinne, also nicht beschreibbar. Und das ist gut so!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im nachfolgenden Text versuche ich diese durchaus gewagten Aussagen aus meiner Sicht zu begr\u00fcnden. Es ist, wie gesagt, meine pers\u00f6nliche Ansicht, wie sie gerade eben, wo ich das hier schreibe, vorliegt. Vielleicht kann sich diese schon morgen \u00e4ndern\/ge\u00e4ndert haben. Beginnen m\u00f6chte ich mit der Beschreibung der Meditation in Wikipedia. Es folgt eine Kritik der dort gemachten Aussagen und im Text eingebettet, wie ich das alternativ zu Wikipedia bzw. dem Schreiber dort sehe und praktiziere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Meditation in Wikipedia:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Meditation bezeichnet eine Gruppe von Geistes\u00fcbungen, die in verschiedenen Traditionen seit Jahrtausenden \u00fcberliefert sind. Ein wesentliches Element meditativer Techniken ist das bewusste Steuern der Aufmerksamkeit. Das \u00dcben von Meditation soll nachhaltige positive Ver\u00e4nderungen im Denken, F\u00fchlen und Wahrnehmen bewirken oder zu bestimmten religi\u00f6s definierten Einsichten und Zust\u00e4nden f\u00fchren. Effekte von Meditationstraining auf Kognition, Emotionen, Hirnfunktion, Immunsystem, Epigenetik sowie auf die psychische Gesundheit sind wissenschaftlich belegt. Meditation ist ein zentrales Element in verschiedenen Religionen, insbesondere dem Buddhismus, wie auch im Hinduismus, Konfuzianismus und Christentum. Seit dem 20. Jahrhundert wird Meditation zunehmend auch in der westlichen Welt praktiziert und wissenschaftlich erforscht.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun ist Meditation eine Sache, die sich meiner Ansicht nach so materialistisch ausgeformt\/-gestaltet nicht darstellen l\u00e4sst, denn im Grunde ist ein Nutzen dieser Praxis weder wissenschaftlich belegbar noch kann sie bestimmten Zielen in Form einer Technik, die zu einem vorgegebenen Ziel f\u00fchrt, zugewiesen werden. Nat\u00fcrlich hat das Sitzen in Stille Ver\u00e4nderungen in K\u00f6rper und Geist (beide sind eine Einheit\u2026) zur Folge, aber, und das ist mehr als entscheidend, k\u00f6nnen diese nicht bewusst herbeigef\u00fchrt werden. Aber genau das w\u00e4re Wissenschaft: Wenn ich A tue und verfolge, passiert B. Und ich kann das in einem validen Verfahren jederzeit erneut belegen. Denn: Niemand kann vorhersagen, wie sich Meditation auf das Sein eines Menschen auswirkt. Es ist ja gerade dieses Nicht-Wissen-K\u00f6nnen, das zur \u201eTechnik\/Gewohnheit\u201c wird und in meiner Erfahrung kann eine Praxis desselben nicht planm\u00e4\u00dfig angesto\u00dfen werden, auch wenn viele B\u00fccher und Ver\u00f6ffentlichungen das dem Leser so mehr oder weniger geradezu in den Mund legen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a. Es geht in der Meditation sinnvoller Weise doch zun\u00e4chst einmal um die \u00e4u\u00dfere Form. Jeder Einsteiger wird das sehr deutlich k\u00f6rperlich erfahren. Still sitzen \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Abschnitten, die sich in der Summe nur in Stunden ausdr\u00fccken lassen, ist eine Praxis, die sich so einfach schon allein k\u00f6rperlich nicht umsetzen l\u00e4sst. Einschlafende Beine, wegd\u00e4mmern, d\u00f6sen, einschlafen und damit verbunden R\u00fccken- und Beinschmerzen werden jede meditative Stimmung verderben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b. Dann geht Meditation, so sie denn gelingt (s.u.), in Bewusstseinsschichten hinein, die dem allt\u00e4glichen Geist sprich Verstand unzug\u00e4nglich sind. Aber diese sind nicht, wie viele Schriften vermuten lassen, in einem wie immer auch gestalteten Jenseits angesiedelt, sondern sie sind hier, in dieser Welt, in diesem K\u00f6rper, in dieser Pers\u00f6nlichkeit. Sie transzendent zu nennen ist verschroben, um einen sanften Ausdruck zu gebrauchen, denn Transzendenz <sup class='footnote'><a href='#fn-875-2' id='fnref-875-2' onclick='return fdfootnote_show(875)'>2<\/a><\/sup> liegt, wie der Name schon sagt, jenseits des Bewusstseinsfensters, das sich einer Pers\u00f6nlichkeit \u00f6ffnen kann. Auch sehe ich nicht, das man ein Bewusstsein so wirklich eindeutig in verschiedene Abschnitte wie ein Offenes-Bewusstsein, ein Unter-Bewusstsein und dazu noch in ein Un-Bewusstes trennen kann. Auch hier ist der Begriff <sup class='footnote'><a href='#fn-875-3' id='fnref-875-3' onclick='return fdfootnote_show(875)'>3<\/a><\/sup> bereits so gepr\u00e4gt, das weder eine Definition und folgerichtig daher auch keine Unterteilung m\u00f6glich erscheint. Solcherlei Einteilungen und Spitzfindigkeiten entbehren jeglicher wahrnehmbaren und\/oder wissenschaftlichen Basis. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c. Dann kann man mit einer geistigen T\u00e4tigkeit <sup class='footnote'><a href='#fn-875-4' id='fnref-875-4' onclick='return fdfootnote_show(875)'>4<\/a><\/sup> keine materiellen \u00c4nderungen erzeugen. Das ist nach wie vor und ich f\u00fcrchte f\u00fcr lange Zeit noch eine SF-Vision. Meditation kann nur hervorbringen, was schon da ist. Dazu werden f\u00fcr die Meditation die verschiedensten Techniken und Werkzeuge vermittelt. Das ist sicherlich ein guter Weg f\u00fcr den Einstieg, aber schon in der Phase der Festigung, wenn die Meditation also wie das Z\u00e4hneputzen zur allt\u00e4glichen Praxis wird, kann mit den unterschiedlichen Konzentrationen <sup class='footnote'><a href='#fn-875-5' id='fnref-875-5' onclick='return fdfootnote_show(875)'>5<\/a><\/sup> nicht mehr sinnvoll gearbeitet werden. Jede Konzentration bedarf des Denkens, bedarf der Sprache, legt fest und verdeckt\/verschleiert so das Unbekannte. Sie sind daher alles andere als offen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d. Was bitte sehr hat Meditation mit Epigenetik <sup class='footnote'><a href='#fn-875-6' id='fnref-875-6' onclick='return fdfootnote_show(875)'>6<\/a><\/sup> zu tun. Der Einfluss der Umwelt auf die Gene wird beim stillen Herumsitzen nicht anders sein als wenn ich im Garten in aller Stille Unkraut j\u00e4te oder wenn ich im B\u00fcro eine Excelliste bearbeite. Wenn Meditation wirksam die Gesundheit verbessert, wie oftmals wissenschaftlich behauptet und wie das von vielen Menschen auch best\u00e4tigt wird, was ich auch tue, hat das nat\u00fcrlich auch Einfluss auf das Erscheinungsbild des Menschen allgemein als auch auf die Hirnfunktion und die Reaktionen auf die Umwelt, aber auch auf die Verdauung, auf das Nagelwachtum und alle anderen Erscheinungs\u00e4nderungen. Auch ist bei guter Gesundheit bestimmt ein Stimmungswechsel zum positiven hin zu verzeichnen, der sich so bei Krankheit nicht zeigen wird. Ich halte die Phrasen zur Epigenetik und Hirnfunktion f\u00fcr den Versuch, der Wissenschaft eine Legitimierung zu geben, die sie aufgrund der Fremdheit des Geschehens gar nicht haben kann. Denn fremd sind der Wissenschaft die Aussagen von Meditierenden, dass 1. Meditation weder etwas mit Denken noch mit Wissen zu tun hat, das 2. Meditation nicht gewollt herbeigef\u00fchrt werden kann und 3. eine Ebene beschreibt, die nichts mit Raum und Zeit zu tun hat, also keine Gegenst\u00e4nde noch deren Benennung kennt. Nichts im Hirn zeigt Meditation messbar an, au\u00dfer, das der Mensch sehr ruhig wird <sup class='footnote'><a href='#fn-875-7' id='fnref-875-7' onclick='return fdfootnote_show(875)'>7<\/a><\/sup>, was beim langen Stillsitzen oder ausgepr\u00e4gten Ruhezeiten ja auch nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich ist. Wo soll die Unruhe dabei herkommen? Vom Geist vielleicht? Und wie wird der im Gegensatz zu Hirnaktivit\u00e4t gemessen? In Alpha-, Beta- oder Gamma-Wellen vielleicht? Ich halte die Aussagen der Wissenschaften f\u00fcr sehr gewagt, wenn nicht sogar anma\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu a. Die \u00e4u\u00dfere Form der Meditation (Sitzen, Zazen)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meditation bedarf der k\u00f6rperlichen Ruhe und der Abgeschiedenheit, denn der \u00dcbende braucht sozusagen Platz in seinem Bewusstseinsfenster. Der abgesonderte Meditationsplatz, st\u00f6rungsfrei gestaltet, f\u00fchrt die Sinne in einen Ruhezustand. Meist sind die Augen geschlossen oder halb ge\u00f6ffnet, der K\u00f6rper bewegt sich \u00e4u\u00dferlich nicht und ruht fest in seinem Sitz f\u00fcr eine ziemlich lange Zeit. Das alles sind Umst\u00e4nde, in die zu wechseln ein Mensch, der innerhalb einer Zivilisation eingebunden lebt, so ohne weiteres nicht imstande sein kann. Aus einem ereignisreichem Tag, gef\u00fcllt mit Ansprachen, Gespr\u00e4chen, Wahrnehmungen, Lernen und all den lebensnotwendigen Verrichtungen in eine Form zu wechseln, die nahezu als \u201eleer\u201c beschrieben werden kann ist also die erste Aufgabe, die eine Praxis anzustreben hat. Das braucht Zeit und \u00dcbung. Dazu braucht es in jedem Fall zun\u00e4chst einmal eine Sitzhaltung, die auch bereit ist, still zu sein. Meine \u00dcberlegung geht dahin, das k\u00f6rperlich still sein nur dann gelingt, wenn es dem K\u00f6rper gut geht und ihm alles zur Verf\u00fcgung steht, was er braucht. Also empfehle ich, zun\u00e4chst einmal lange Zeit darauf zu verwenden, einen Sitz entsprechend zu gestalten. Verspannungen, die Schmerzen erzeugen, Fehlhaltungen, die weder Atem noch Kreislauf frei laufen lassen, sind in jedem Fall zu meiden. Auch sollten weder Beine noch Arme einschlafen, sollte der Geist nicht d\u00f6sen oder sogar wegd\u00e4mmern, sollte das Denken auch nicht sich mit Allt\u00e4glichem besch\u00e4ftigen. Mir hilft nach wie vor, mich immer wieder auf das Sitzen zu konzentrieren, wenn ich bemerke, das anderes geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe lange daran gearbeitet, mir die Lotushaltung als Sitz zu erarbeiten, denn diese ist besonders geeignet, fest und m\u00fchelos zu werden. Fest ist der Lotus deshalb, weil hier zwischen Hara und Perineum ein Spannungsgef\u00e4lle entsteht, das die Arbeit des Aufgerichtet-Seins \u00fcbernimmt und so M\u00fchelosigkeit im Sitzen erschlie\u00dft. Andere Sitzhaltungen sind da in meiner Erfahrung bedeutend aufwendiger gestaltet. Soweit zun\u00e4chst einmal die \u00e4u\u00dfere Form einer Meditation, wie ich sie sehe. Wir brauchen einen stillen und st\u00f6rungsfreien Ort, brauchen einen tragf\u00e4higen Sitz und die Bereitschaft, vom Alltag loszulassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu b. Offenheit hei\u00dft Abwesenheit von Vorstellungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir uns genau vorstellen, was oder wohin uns Meditation f\u00fchren wird, gelingt sie nicht. Das sagen alle \u00c4u\u00dferungen von Meditationsmeistern (Zen, Yoga, Buddhismus). Also sollten wir das ganze Wissen um\u2026 und W\u00fcnschen zu\u2026 einfach sausen lassen und uns einfach, hei\u00dft ausschlie\u00dflich, nur dem Sitzen zuwenden. Was darin geschieht, geschieht, Punkt. Wir k\u00f6nnen zwar den K\u00f6rper stillhalten, aber wir k\u00f6nnen weder das H\u00f6ren noch das Sehen und schon gar nicht das Denken abstellen. Und unser K\u00f6rper erz\u00e4hlt im Stillsitzen unaufh\u00f6rlich, wie es ihm geht und was er gerne ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Trotz dieser St\u00f6rungen\/Impulse, die immer da sind, bleibt der \u00dcbende in seiner Betrachtung unfixiert, das hei\u00dft, er h\u00f6rt, sieht, denkt mehr oder weniger unaufh\u00f6rlich, aber das Geschehen findet wenig zielgerichtete Beachtung und wird zunehmend wie das Grundrauschen eines Radios oder einer Stadt wahrgenommen. Unfixiert hei\u00dft, weder ordnend, bewertend noch in Worte fassend, wird dieses Rauschen als Hintergrund zugelassen. Der Rest des Wahrnehmungsfensters ist offen, nicht gef\u00fcllt oder leer. Wir wissen nicht, was dort erscheint, haben keine Vorstellung davon, was kommen soll oder nicht kommen soll, sind weder voll einer Erwartung noch einer Furcht. Und so geht das weiter bis zum n\u00e4chsten Gedanken, n\u00e4chsten Bild, n\u00e4chsten Ton oder der n\u00e4chsten K\u00f6rperwahrnehmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Methode, mit St\u00f6rungen umzugehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Definition:<\/em> In den nachfolgenden Zeilen wird das Wort <strong>Unfixiertheit<\/strong> oftmals verwendet. Das Wort beschreibt in meinem Denken einen Zustand der Wahrnehmung, der sich auf nichts, was einen Namen tr\u00e4gt oder in Worten sich ausdr\u00fccken l\u00e4sst, konzentriert ist. Die Wahrnehmung ist dabei vergleichbar mit einem Film, der ununterbrochen im Bewusstseinsfenster abl\u00e4uft. Da der Film keine nachvollziehbare Ereigniskette beschreibt, die spannend, interessant oder au\u00dfergew\u00f6hnlich daher kommt, l\u00e4uft er einfach so ohne gro\u00dfe Gedankenwellen ab. Ich k\u00f6nnte auch sagen, er ist ganz einfach allt\u00e4gliche Normalit\u00e4t, vielleicht sogar als langweilig zu beschreiben und ganz bestimmt wenig abwechslungsreich. Der Film bezieht sich auf nichts und sagt, da er keinen Grund kennt, auch nichts aus. Er ist, wie der Buddhist sagen w\u00fcrde, leer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir die <strong>Augen<\/strong> geschlossen haben, sehen wir auch immer noch ein Bild. Das ist zwar wenig spannend, aber es erzeugt, bewusst geschaut, eine Konzentration. Wir sollten aber den Inhalt des Bildes nicht erfassen, nicht in Worte oder Beschreibungen, nicht in Bewertungen oder Vor-\/Abneigungen einkleiden, sondern einfach als diffuses Bild ohne Inhalt stehen lassen. Das Betrachten des Bildes ist damit f\u00fcr mich eine Technik, die zum Beispiel in der Lage ist, einen Gedankenstrom, einen Strom des Denken zu unterbrechen und\/oder sogar abzustellen. Ist das Geschehen, was in relativ kurzer Zeit geschieht, kehrt der \u00dcbende wieder zur Unfixiertheit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleiches wie die Bilder der Augen sind die Ger\u00e4usche des H\u00f6rens. Auch hier kann das Geschehen nicht abgestellt werden. Wir h\u00f6ren immer. Auch hier entsteht eine Technik, wenn sich die Konzentration zum <strong>H\u00f6ren<\/strong> zieht. Auch hier werden die Ger\u00e4usche weder geordnet noch zum Verst\u00e4ndnis seiner Hintergr\u00fcnde gef\u00fchrt, sondern wir h\u00f6ren T\u00f6ne, Punkt. Und wenn so verwendet, kehrt der \u00dcbende wieder zur Unfixiertheit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben einen <strong>K\u00f6rper<\/strong>, der st\u00e4ndig Wahrnehmungen absondert. Es entsteht ein Prickeln hier und ein Zucken dort, hier eine Str\u00f6mung, dort ein aufleuchtender Nerv, die Verdauung, der Atem und der Kreislauf sind allgegenw\u00e4rtig. Wird eine dieser Wahrnehmungen zur Last, ragt also aus dem Hintergrundrauschen der Sinne deutlich hervor, wird bei mir zum Beispiel ein Wechsel zur Gestaltung des Sitzens erfolgen. Ich gehe dann zum Spannungsfeld zwischen Hara und Perineum und gestalte kurz und z\u00fcgig meine Aufrichtung neu, indem ich mich energetisch (ist trotzdem unbewegt\u2026) neu ausrichte. Dann nach wenigen \u00c4nderungen komme ich wieder zur Unfixiertheit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die h\u00e4ufigste und daher auch wichtigste St\u00f6rung ist das Aufkommen von <strong>Gedanken<\/strong>. Diese k\u00f6nnen aus dem Allt\u00e4glichem kommen, aus der Erinnerung an fr\u00fchere Zeiten oder auch aus Motiven entstehen, die irgendwann durch Medien zugef\u00fchrt wurden. Die Methode der Wahl ist es, den angekommenen Gedanken nicht weiter zu verfolgen oder gar ein darauf aufbauendes Gedankengeb\u00e4ude zu errichten, sondern ihn einfach stehen zu lassen. Gelingt das, wird der Gedanke sich ebenso unaufdringlich zur\u00fcckziehen wie er auch gekommen ist. Gelingt es nicht, gehe ich zu einer der anderen Sinneswahrnehmungen hin\u00fcber und h\u00f6re einem Moment bewusst oder sehe das Bild. Auch der Gang zur\u00fcck zu Wahrnehmung bzw. Gestaltung des Sitzens ist ein guter Wechsel, der Gedanken abblitzen l\u00e4sst. Nach wenigen Augenblicken aber gehe ich wieder zur Unfixiertheit zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu c. Das Hervorquellen des Unbeachteten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Meditation entstehen, wie bereits bemerkt, freie R\u00e4ume im Fenster des Bewusstseins, die sich immer wieder schnell mit zum Teil weit zur\u00fcckreichenden Erinnerungen f\u00fcllen. Diese werden bald nach dem Erscheinen als Gedanken wahrgenommen und wie Gedanken (s.o.) behandelt. Da wir diese Gedanken nicht erwarten, werden wir sie mit Sicherheit meist erstaunt einen Augenblick betrachten, sprachlos dar\u00fcber, das sie \u00fcberhaupt noch da sind und immer noch gedacht werden k\u00f6nnen. Es ist eine gute Ma\u00dfnahme, sich daf\u00fcr etwas Zeit zu nehmen, Zeit zum Staunen. Staunen aber ist ohne Worte, ohne Ordnung oder Wertung. Staunen ist nur Schauen, das hei\u00dft, wir erleben das Motiv dieser Gedanken neu, erlebe ohne zu benennen, zu werten und\/oder einzuordnen. Ich sehe solche Gedankenstr\u00f6me als unverarbeitete Erlebnisse der Vergangenheit <sup class='footnote'><a href='#fn-875-8' id='fnref-875-8' onclick='return fdfootnote_show(875)'>8<\/a><\/sup>, die entweder Eindruck hinterlassen oder Pr\u00e4gungen gezeugt haben, ohne jedoch jemals bewusst wahrgenommen oder in Stille betrachtet worden zu sein. Das wird hier in der Stille und ohne Reflexion nachgeholt, so das diese Motive erf\u00fcllt in das Vergessen abgleiten k\u00f6nnen. Diese Motive schlummern im Sediment des Bewusstseins. Sie an die Oberfl\u00e4che gelangen zu lassen ist der erste Schritt, ihr Wirken im Verborgenen, das meist wenig hilfreich ist, zu beenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke mir die Arbeit meines Bewusstseins in Meditation etwa so: Mein Leben w\u00e4hrt schon fast 70 Jahre, und die Informationsf\u00fclle, die ich in dieser Zeit aufgesogen, verarbeitet und gefiltert habe ist unvorstellbar gro\u00df. Wichtig f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis derselben ist die Beschaffenheit des Filters beziehungsweise weiterf\u00fchrend die Assimilationsf\u00e4higkeit, mit der ein Bewusstsein diese Unmenge an Daten wichtet, einordnet, kategorisiert und somit zu einem h\u00e4ndelbaren Bewusstseinsstrom eindampft. Dabei wird Bekanntes zu Bekanntem, W\u00fcnscheswertes zu W\u00fcnscheswertem, Langweiliges zu Langweiligem und so weiter sortiert und so nicht weiter beachtet oder verarbeitet, so das Raum entsteht f\u00fcr so sagenumwobene Dinge wie Kultur, Narrative, Moral, Ethik und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Meditation ist dann gegeben, wenn \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. &#8230;diese ausgesonderten Filtrate, dieses Eingeordnete und bekannt Langweilige, das ja da ist und wie ein Sediment am Boden des Gef\u00e4\u00dfes schlummert, im Sitzen zur\u00fcckgef\u00fchrt\/aufgew\u00fchlt wird in ein aufnahmef\u00e4higes Bewusstsein, das sich gerade, was das Allt\u00e4gliche betrifft, in einer Ruhephase befindet. Wir sagen heute gerne dazu, das k\u00e4me aus dem Unterbewusstsein. Es wird dann betrachtet und behandelt wie einen Gedanken, zun\u00e4chst mit Staunen, dann evtl. durch den Wechsel auf eine Sinneskonzentration&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. &#8230;das momentan Erlebte ohne Filter aufgenommen, betrachtet und geschaut wird, wenn also das Filtern, Ordnen und Bearbeiten durch Vorstellungen wie Kultur, Narrativ oder Moral unterbleibt. Die Wahrnehmung ist jetzt, hier, einfach und unbeeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. &#8230;wenn die Meditationssitzung gef\u00fchlt sehr schnell vor\u00fcbergeht, ich sozusagen denke: Ich habe doch erst zwei\/drei Gedanken gedacht, und habe daf\u00fcr 25 Minuten gebraucht? Wenn Zeit und Raum keine Rolle spielen, so sagt man \u00fcber Meditation, verbleibt keine Erinnerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Meditation ist dann nicht gegeben, wenn\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. &#8230;die Sitzung gef\u00fchlt sehr lange dauert und sich ewig hinzieht. Meist sind dabei Tr\u00e4ume, Wachtr\u00e4ume, D\u00f6sen, Nachdenken und Wiederholungen der immer gleichen Gedanken oder sogar kurze Schlafphasen zu verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. \u2026die Zeit mit Gedankengeb\u00e4uden und langwierigen Planungen, Formulierungen, Sorgen und N\u00f6ten gef\u00fcllt wird und sozusagen bereits im Vorfeld zur Zeit nach der Sitzung \u00dcberlegungen getroffen werden, die meist mit \u201eWenn\u2026, dann\u2026\u201c oder \u201eSo w\u00fcrde es gehen\u2026\u201c beginnen oder enden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Wenn der K\u00f6rper aufgrund St\u00f6rungen nicht ruhig zu sitzen bereit ist und sozusagen auf dem Sitz herumrutscht und\/oder sich gedankliche \u00dcberlegungen einschleichen, was und warum diese und jene Wahrnehmung auftritt. \u201eIch will doch meditieren\u2026, warum gelingt es nicht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu d. Hinabtauchen in die tiefen Schichten des Bewusstseins<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tiefen Schichten des Bewusstseins, von denen ich hier in sehr gewagter Weise schreibe, da ich mich dabei nur auf B\u00fccherwissen, also Beschreibungen von Meditationsmeistern und Wissenschaftlern beziehen kann, haben nach meinen Recherchen nichts mit Zeit, Raum, Wissen, Techniken, Rezepten, Konzepten und festgelegten Neigungen oder Verfahren zu tun, sondern sind die Ebenen, die aus der langen Entwicklungsgeschichte des Menschen stammen. Diese sind\/wurden\/werden in der Regel durch Kulturinhalte, Narrative, Moral und Ethik \u00fcberdeckt und so unwirksam gemacht. Diese Schichten enthalten aber nicht nur unerw\u00fcnschte Inhalte wie Gewalt, Triebe und \u00dcberlebensstrategien, sondern auch sehr n\u00fctzliche und gut ausgestaltete F\u00e4higkeiten, die ich mit Vorsicht als Intuition bezeichnen w\u00fcrde. Diese Schichten zu \u00f6ffnen erfordert Mut und ein hohes Ma\u00df an pers\u00f6nlicher Festigkeit und Zur\u00fcckhaltung, was nachvollziehbar ist, da eben nicht nur positive Motive zum Vorschein kommen. So erkl\u00e4rt sich auch, warum ein Schutzraum um sich herum, absolute Stille, Unbewegtkeit und innere Zur\u00fcckgezogenheit f\u00fcr die Meditation notwendige Rahmenbedingungen sind. Es treten eben auch unerwartete Einblicke <sup class='footnote'><a href='#fn-875-9' id='fnref-875-9' onclick='return fdfootnote_show(875)'>9<\/a><\/sup> auf, die einen Menschen durchaus aus der Fassung zu bringen in der Lage sind. Diese unbeachtet zu lassen ist wie schon erw\u00e4hnt eine der gro\u00dfen Aufgaben\/Herausforderungen der Meditationsarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sehe hier nicht, wie <strong>wissenschaftliche Methoden<\/strong> hier zu helfen in der Lage w\u00e4ren. Es gibt bez\u00fcglich Geist, und mit dem hat das alles zu tun, keine Messmethode. Das bestimmte Hirnregionen aktiviert werden und das dann auf bestimmte Motive gewichtet werden kann, sagt nichts bzw. nicht viel aus \u00fcber den Inhalt, der hier aktiv ist. Meiner Ansicht nach k\u00f6nnen nur Stimmungen mit diesen Aktivit\u00e4tszentren in Verbindung gebracht werden. Und mit den Stimmungen ist das so eine Sache. Mancher bekommt ein gute Stimmung bei gesellschaftlich erw\u00fcnschten Erscheinungen, aber es geht, wie die Krankenakten der Psychologie und Psychiatrie belegen, auch anders herum. Au\u00dferdem sind Messmethoden immer auch mit Aufnahmesensoren und Ger\u00e4ten verbunden. Allein schon deren Anwesenheit wird die Messung beeinflussen. Von der Erwartungshaltung, die sich in\/an\/mit der Versuchsperson verbindet, m\u00f6chte ich hier erst gar nicht anfangen. Es gilt das Unsch\u00e4rfeprinzip, das aussagt, das nicht nur die gepr\u00fcfte Person, sondern auch der Pr\u00fcfer und das Umfeld der Pr\u00fcfung auf das Messergebnis Einfluss nehmen. Wie sollen da brauchbare und gesicherte wissenschaftliche Ergebnisse gefunden werden. Selbst die gro\u00dfen Zen-Meister der Geschichte h\u00fcllten sich angesichts ihrer Erfahrungen in der Meditation stets in Schweigen und versuchten, ihre Sch\u00fcler auf sehr personalisierte Weise zu f\u00f6rdern. Manch Sch\u00fcler bekam Schl\u00e4ge, andere der gleichen Schule wurden gelobt, Dritte wurden lange Zeit so gut wie nicht beachtet und so weiter. Wir alle kennen die Geschichten, die ganze B\u00fccherreihen f\u00fcllen. Es gibt also kein Rezept und keine Konzepte, die Meditation sinnvoll beschreiben k\u00f6nnen. Wir sind allein in der Praxis, ganz auf uns allein gestellt, und jeder \u00dcbende hat wahrscheinlich seinen eigenen Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So weit zu den Aussagen, die ich machen kann. Das hei\u00dft unter Ber\u00fccksichtigen der oben genannten Fragen, ohne sie auch nur irgendwie Beantworten zu wollen, wird meiner Ansicht nach ein brauchbarer \u201eSchuh\u201c aus der Praxis des Meditierens. Wohin der Schuh uns f\u00fchren wird? Ich wei\u00df es nicht und will es auch gar nicht (mehr) wissen. Ich bin und bleibe in der Frage \u201eWarum Meditation?\u201c offen, sprich: Unentschieden. Und wenn etwas offen ist, unentschieden, gibt es wenig dar\u00fcber zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-875'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-875-1'> Ode = Liedtext <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-2'> <strong>Transzendenz<\/strong> (von lateinisch <em>transcendentia<\/em> \u201edas \u00dcbersteigen\u201c) beschreibt den Bezug auf einen Gegenstandsbereich, der jenseits m\u00f6glicher Erfahrung bzw. vorfindbarer Wirklichkeit liegt. Wikipedia.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-3'> <strong>Bewusstsein<\/strong> (abgeleitet von dem mittelhochdeutschen Wort <em>bewissen<\/em> im Sinne von \u201eWissen \u00fcber etwas habend\u201c,lateinisch <em>conscientia<\/em> \u201eMitwissen\u201c und altgriechisch <em>syne\u00edd\u0113sis<\/em> \u201eMiterscheinung\u201c, \u201eMitbild\u201c, \u201eMitwissen\u201c, <em>syna\u00edsth\u0113sis<\/em> \u201eMitwahrnehmung\u201c, \u201eMitempfindung\u201c und <em>phr\u00f3n\u0113sis<\/em> \u201ebei Sinnen sein, denken\u201c) ist im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zust\u00e4nde und Prozesse. Eine allgemein g\u00fcltige Definition des Begriffes ist aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen schwer m\u00f6glich. Wikipedia.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-4'> Geist hei\u00dft ja deshalb Geist, weil er keine materielle Erscheinung ist. HpS <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-5'> Jede Technik ist im Grunde genommen (nur) eine Konzentration. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-6'> Die Epigenetik ist das Fachgebiet der Biologie, das sich mit der Frage befasst, welche Faktoren die Aktivit\u00e4t eines Gens und damit die Entwicklung der Zelle zeitweilig festlegen. Sie untersucht die \u00c4nderungen der Genfunktion, die nicht auf Ver\u00e4nderungen der Sequenz der Desoxyribonukleins\u00e4ure, etwa durch Mutation oder Rekombination, beruhen und dennoch an Tochterzellen weitergegeben werden.Wikipedia (DE) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-7'> Was das EEG mit elektromagnetischen Wellen von 8-13,9 Hz also eine Ruhefrequenz sprich Alpha-Wellen anzeigt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-8'> Erinnerungen und Gedanken sind immer Ereignisse aus der Vergangenheit. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-875-9'> Der Buddhismus nennt das \u201eDie Versucher\u201c (M\u00e1ra, abgeleitet von marati: sterben). Sie werden meist mit Lust, Unzufriedenheit, Gier, Eitelkeit beschrieben und sind die \u201eteuflischen\u201c Versuchungen, die nicht nur im Alltag, sondern auch in der Meditation auftreten k\u00f6nnen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-875-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F875&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F875&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D875&text=Eine%20dritte%20Ode%20an%20die%20Un-Entschiedenheit%3A%20Stille%20Meditation\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fsperzelhp.eu%2F%3Fp%3D875\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich werde immer mal wieder mit einer Situation konfrontiert, Stellung beziehen zu m\u00fcssen zu Themen, die f\u00fcr mich nicht entschieden sind, die f\u00fcr mich (noch ?) offen sind. Dabei ist es relativ gleich-g\u00fcltig, ob das Themen der aktuellen Politik, der Religion, des Sports, der Ern\u00e4hrung, der Weltsicht oder gar der Seins-Philosophie sind. Ich m\u00f6chte hier darlegen, warum die Unentschiedenheit, der ich damit den dritten Teil einer mehrstrophigen Ode [1. Ode = Liedtext] widme, in all diesen Fragen so ungeheuer wirksam und vorteilhaft ist. Erl\u00e4utern m\u00f6chte ich das hier an Ansichten \u00fcber die Meditation. 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