Eigentlich, ja richtig, eigentlich habe ich längst genug von all den Geschichten, die mir einreden wollen, so und so oder nicht so und deshalb und darum zu sein. Sie stimmen einfach nicht, diese Geschichten, nicht hinten, nicht vorne, und in der Mitte ganz und gar nicht. Es gab historisch niemals einen Anfang, und ein Ende wird es daher auch nicht geben können.
Das Ende der Geschichten? Eine Denkreise weiterlesenYogasana – Asana als Übungspraxis
Wenn wir uns im westlichen Kulturkreis über Yoga unterhalten, sind dabei meist die Praxis von Übungsstunden der Kern des Gesprächsthemas. Und ganz allgemein wird davon ausgegangen, das nahezu jeder Übungen des Yoga schon einmal gesehen hat, sie mit anderen Worten kennt und daher auch eine Vorstellung davon besitzt, was diese Übungen bewirken, wie sie ausgeführt werden und warum sie geübt werden. Das aber ist ein großer Irrtum.
Yogasana – Asana als Übungspraxis weiterlesenAufgeben ist die Lösung – über Leiden und Wandlung
Zwei Worte begegnen uns immer wieder, wenn wir zur Meditation oder zum Yoga gehen, und die sind „loslassen“ und „Aufgabe“. Nun sind diese so leicht über die Lippen zu bringen, und sie werden daher auch recht oft in Unterricht und Übungsstunde verwendet, aber in der Praxis für den Hörer, den Teilnehmer sind sie sehr schwer umzusetzten.
Aufgeben ist die Lösung – über Leiden und Wandlung weiterlesenSpiritualität ist für mich immer „der Weg in der Mitte“
Wo immer ich heute diskutiere 1 sehe ich mich mit der oft auch ungestellten Frage konfrontiert, warum ich mich selbst eigentlich so umfangreich mit Spiritualität befasse, wo die Welt und deren Konstruktionen doch viel mehr der Aufmerksamkeit bedürften. Die Frage ist berechtigt, ist nachvollziehbar und in der Wichtigkeit der Beantwortung auch hoch zu priorisieren. Aber sie geht von der Annahme aus, dass Spiritualität (Geist, Geisteswissenschaft, Religion) zur Weltlage keinerlei Beitrag leisten könne. Diese Annahme ist falsch, und daher möchte ich nachfolgend verständlich versuchen, diese Annahme zu begründen und für ihre Beachtung zu werben.
Spiritualität ist für mich immer „der Weg in der Mitte“ weiterlesen- Diskussionen sind notwendig, auch und besonders über Politik und Gesellschaft im globalen Maßstab, da der Verdacht nicht wirklichkeitsfremd erscheint, dass zunehmend mehr und mehr Regionen der Welt aus den Fugen geraten und der allgemeine Trend der zu beobachtenden Akzeptanz mehr und mehr den Krieg als Mittel der politischen Auseinandersetzung wieder mit einschließt. ↩
Narrativ vs. Spiritualität
In vielen spirituellen Traditionen sind Gier, Hass und Verblendung als die Grundübel allen Seins benannt, verursacht durch die wirkkräftige Macht des Denkens und der Vorstellungskraft, und der Verstrickungen in beiden. Diese Ansicht, diese Beschreibung greift in meiner Vorstellung aber immer noch etwas zu kurz.
Narrativ vs. Spiritualität weiterlesenKommentar zum Spiegelartikel Die Macht der Heiler (34-2018)
Angeregt durch einen Artikel im Spiegel, der in relativ unwirscher Methode die Gesamtheit alternativer Heilmethoden samt Yoga, Qi Gong und Ayurveda in einen einzigen Topf wirft und verunglimpft, habe ich mich als praktizierender Yogalehrer dazu aufgerafft, ein gegen diesen Artikel gerichtetes Gegengewicht zu setzen. Kommentar zum Spiegelartikel Die Macht der Heiler (34-2018) weiterlesen
Die Arbeit des Yoga
Der Mensch ist nicht rational, das Denken ist rational. Der Mensch aber ist das, was er immer schon war: Liebesfähige Natur. Aber Liebe, die sich in Begierde allein äußert, Liebe die nur festhält oder sogar abstößt, oder sich gar ausdrückt in Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber, ist nicht in ihrer Natur, sondern in einer erlernten Fähigkeit begründet, ausgelöst durch einen Mangel an Bewusstsein. Jeder Mensch geht zwangsweise durch diesen Mangel, denn im Beginn des Menschseins wird dieser durch beginnendes Denken begründet.
Yoga ist die Arbeit an diesem Mangel. Das Ziel ist, den Mangel zu überwinden, und liebesfähig und natürlich zu sein in Leben und Denken
Erwachsen-Sein
Ausgehend von den Ideen Wilber‘s (Meditation) und Pfaller‘s (Erwachsenensprache), die zumindest in der Thematik, was erwachsen zu sein bedeutet, weitestgehend einig sind, möchte ich hier kurz zu beschreiben versuchen, warum diese Systematisierungen zwar hilfreich sind, aber in meiner Anschauung auch einschränken, wenn sie allzu wörtlich, allzu systemgetreu gedacht oder sogar umgesetzt werden. Und es geht darum, was eigentlich Erwachsen-sein für mich und für andere bedeutet oder bedeuten könnte. Erwachsen-Sein weiterlesen
Was ist Selbstoptimierung?
Wir leben heute in deiner Zeit, in der das Stichwort Selbstoptimierung ständig in aller Munde liegt. Gemeint sind damit Techniken, Aneignungen, die dem Menschen einen besseren Status in der Gesellschaft verschaffen, sei es durch besseres Aussehen, höhere Karrierechancen oder mehr Ausstrahlung. Nur, wenn wir mit Selbstoptimierung anfangen, müsste jeder eigentlich zunächst einmal wissen wollen, wo genau er steht. Was ist Selbstoptimierung? weiterlesen
Vedanta vs. Buddhismus?
Ist Vedanta wirklich das Ende des Denkens? Nicht wenige auf dieser Welt sind ja der Ansicht, dass der Materialismus mit seiner Gewohnheit, alles zu differenzieren und zu zerteilen die Grundlage allen Übels sei. Diesen gibt und gab es nicht nur in Europa, sondern auch und schon sehr früh auch im asiatischen Raum. Vedanta vs. Buddhismus? weiterlesen

